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Auf dem Wasser

Segeln

Mit beständigen Winden und unzähligen Ankerbuchten ist Mallorca ein Top-Segelrevier im Mittelmeer. Ob Schnupperkurs, Yachtcharter oder Regatta-Feeling – die Insel bietet für jeden das passende Angebot.

Reviere & Marinas

Von Palmas großem Yachthafen über Port d'Andratx bis Alcúdia reihen sich moderne Marinas. Die Bucht von Palma ist Austragungsort renommierter Regatten wie der Copa del Rey.

Segelschulen bieten Kurse für Einsteiger, Charterfirmen Yachten mit und ohne Skipper.

Wo am besten?

📍 Bucht von Palma

Hauptrevier mit großen Marinas.

📍 Port d'Andratx

Eleganter Ausgangspunkt im Südwesten.

📍 Alcúdia

Geschützte Bucht im Norden, ideal für Einsteiger.

💡 Insider-Tipp

Für Einsteiger ist die geschützte Bucht von Alcúdia im Norden ideal – ruhigeres Wasser als an der oft windigeren Westküste.

Mallorca als Segelrevier – Warum die Insel so besonders ist

Die geografische Lage Mallorcas im westlichen Mittelmeer ist für Segler nahezu ideal. Die Insel liegt auf einer Breite, auf der sich im Sommer verlässliche Thermikwinde entwickeln, die tagsüber aus westlicher bis nordwestlicher Richtung einsetzen und nachmittags auf bis zu 15 bis 20 Knoten anwachsen können. Diese Vorhersagbarkeit ist ein entscheidender Vorteil gegenüber anderen Revieren, bei denen Flauten oder plötzliche Stürme den Törn unberechenbar machen. Hinzu kommen die kurzen Distanzen zwischen den einzelnen Häfen und Buchten – selten liegen zwei attraktive Ziele mehr als drei bis vier Stunden Segelzeit voneinander entfernt.

Die Küstenlinie Mallorcas misst rund 550 Kilometer und bietet eine enorme Vielfalt: steile Felswände im Nordwesten, flache Sandstrände im Süden und Osten, tiefe Calas im Osten sowie weitläufige Buchten im Norden. Diese Abwechslung macht jeden Segeltag zu einem neuen Erlebnis. Dazu kommt eine hervorragende nautische Infrastruktur mit mehr als einem Dutzend Marinas und Yachthäfen, die Boote aller Größenklassen aufnehmen können. Segelschulen, Charterfirmen und Reparaturbetriebe sind auf der ganzen Insel verteilt, sodass logistische Probleme schnell gelöst werden können.

Wind und Wetter – Was Segler auf Mallorca erwartet

Der vorherrschende Sommerwind auf Mallorca ist der Mestral, ein nordwestlicher Wind, der besonders an der Westküste und in der Bucht von Palma regelmäßig weht. Er baut sich typischerweise am späten Vormittag auf und erreicht am frühen Nachmittag seine stärkste Ausprägung, bevor er gegen Abend wieder nachlässt. An der Nordküste dominiert der Tramuntana, ein kräftiger Nordwind, der besonders im Frühjahr und Herbst auftreten kann. Im Sommer ist das Wetter insgesamt stabil, Gewitter sind selten, und die Wassertemperatur liegt zwischen 22 und 28 Grad Celsius – ideale Bedingungen für ausgedehnte Badestopps.

  • Mestral: vorherrschender Nordwestwind, besonders in der Bucht von Palma, nachmittags am stärksten
  • Tramuntana: kräftiger Nordwind, vor allem an der Nordküste und im Frühjahr/Herbst
  • Levante: Ostwind, bringt gelegentlich Wolken und etwas Seegang an der Ostküste
  • Sirocco: seltener Südwind aus Afrika, kann Saharastaub mitbringen
  • Wassertemperaturen: Juni bis September zwischen 22 und 28 Grad Celsius
  • Sichtweite: im Sommer oft über 20 Seemeilen, hervorragend für die Navigation

Für die Planung eines Törns empfiehlt es sich, täglich die lokalen Wettervorhersagen zu konsultieren. Bewährt haben sich die Dienste von Windguru, Windy sowie die Vorhersagen der spanischen Wetterbehörde AEMET. Die Küstenwache sendet zudem regelmäßige Wetterberichte auf UKW-Kanal 16 aus. Wer frühmorgens aufbricht, profitiert oft von ruhigeren Bedingungen und kann nachmittags in einer Ankerbucht ankommen, bevor der Wind auflebt.

Die besten Reviere und Häfen zum Segeln auf Mallorca

Mallorca lässt sich grob in vier Segelreviere unterteilen: die Bucht von Palma im Südwesten, die Westküste mit den Tramuntana-Klippen, den Norden rund um Alcúdia und Pollença sowie den Osten mit seinen zahlreichen Calas. Jedes Revier hat seinen eigenen Charakter und eignet sich für unterschiedliche Segelstile und Erfahrungsstufen.

Bucht von Palma – Das Herzstück des Segelreviers

Die Bucht von Palma ist das Hauptrevier Mallorcas und der logistische Mittelpunkt für Segler. Hier befinden sich die größten und bekanntesten Marinas der Insel: der Club de Mar, der Real Club Náutico de Palma sowie der Moll Vell. Die Bucht erstreckt sich über rund 20 Kilometer von Cap de Cala Figuera im Westen bis zum Kap Enderrocat im Osten und bietet ausreichend Platz für Trainingsfahrten, Regatten und entspannte Tagesausflüge. Wer von Palma aus startet, hat zudem die Möglichkeit, schnell in die offene See zu gelangen und bei gutem Wind die Westküste anzusteuern.

Port d'Andratx und Puerto Portals – Eleganz im Südwesten

Der Hafen von Andratx, etwa 30 Kilometer westlich von Palma gelegen, gilt als einer der schönsten und exklusivsten Ausgangspunkte für Segeltörns auf Mallorca. Die tiefe, gut geschützte Bucht bietet auch bei stärkerem Wind ruhige Liegeplätze, und die Umgebung mit ihren Pinienwäldern und weißen Villen hat eine ganz eigene Atmosphäre. Von hier aus ist die vorgelagerte Insel Sa Dragonera in weniger als zwei Stunden erreichbar – ein Naturschutzgebiet mit beeindruckenden Klippen und glasklarem Wasser. Puerto Portals, nur 12 Kilometer von Palma entfernt, ist für seine gehobene Gastronomie und die elegante Yachtszene bekannt und eignet sich hervorragend als Zwischenstopp.

Alcúdia und Port de Pollença – Ideale Reviere im Norden

Die Bucht von Alcúdia im Norden der Insel ist besonders für Einsteiger und Familien empfehlenswert. Das Wasser ist hier flacher und ruhiger als an der oft windigeren Westküste, und die weite Bucht bietet viel Raum zum Üben. Der Hafen von Alcúdia verfügt über eine gut ausgestattete Marina mit Segelschule, Charterbasis und allen notwendigen Serviceeinrichtungen. Nur wenige Kilometer entfernt liegt Port de Pollença, ein charmanter Fischerhafen mit einer lebhaften Segelszene und direktem Zugang zur offenen See Richtung Menorca.

Ostküste – Cala d'Or, Porto Cristo und die versteckten Buchten

Die Ostküste Mallorcas ist für Segler ein wahres Paradies aus versteckten Calas und türkisfarbenem Wasser. Cala d'Or verfügt über eine gut ausgestattete Marina und ist ein beliebter Ausgangspunkt für Tagestouren zu den umliegenden Buchten. Porto Cristo, bekannt als Eingangstor zu den Coves del Drach, bietet ebenfalls Liegeplätze und eine entspannte Atmosphäre. Wer die Ostküste segelt, sollte sich Zeit nehmen: Die vielen kleinen Buchten, die nur per Boot erreichbar sind, gehören zu den schönsten Naturerlebnissen der gesamten Insel.

Cabrera – Das Juwel vor Mallorcas Küste

Etwa 10 Seemeilen südlich von Mallorcas Südspitze liegt der Cabrera-Archipel, ein Nationalpark mit unberührter Natur und außergewöhnlich klarem Wasser. Das Einlaufen in den einzigen Hafen der Insel, den Hafen von Cabrera, erfordert eine Genehmigung, die beim Umweltministerium der Balearen beantragt werden muss. Die Anzahl der täglich zugelassenen Boote ist streng limitiert, weshalb eine frühzeitige Planung unerlässlich ist. Wer die Genehmigung erhält, wird mit einer fast unberührten Natur, fantastischen Schnorchelmöglichkeiten und einer besonderen Ruhe belohnt, die auf Mallorca selbst kaum noch zu finden ist.

Revier / HafenLageBesonderheitEmpfohlen für
Bucht von PalmaSüdwestenGrößte Marinas, RegattareviereAlle Niveaus, Regatten
Port d'AndratxSüdwesten, 30 km von PalmaGeschützte Bucht, Nähe Sa DragoneraErfahrene Segler, Chartertörns
Puerto PortalsSüdwesten, 12 km von PalmaGehobene Marina, GastronomieZwischenstopp, Genusssegler
Port AdrianoSüdwesten, 20 km von PalmaModernes Design, exklusivLuxusyachten, Kurzaufenthalte
AlcúdiaNordenRuhige Bucht, SegelschuleEinsteiger, Familien
Port de PollençaNordenFischerhafen, Nähe MenorcaKreuzfahrten, Mehrtagesetörns
Cala d'OrOstenViele Calas in der NäheEntdeckertouren, Badeurlaub
Porto CristoOstenEntspannte AtmosphäreRuhige Zwischenstopps
Cabrera10 sm südlich MallorcasNationalpark, Genehmigung nötigNaturliebhaber, Erfahrene

Yachtcharter auf Mallorca – Mit oder ohne Skipper

Der Yachtcharter ist die mit Abstand beliebteste Form des Segelns auf Mallorca. Wer ein Boot mieten möchte, hat grundsätzlich zwei Optionen: den Bareboat-Charter, bei dem das Boot ohne Crew gechartert wird, und den Skippercharter, bei dem ein erfahrener Skipper an Bord kommt. Beide Varianten haben ihre Vorzüge, und die Wahl hängt vor allem von der eigenen Segelerfahrung und dem gewünschten Komfort ab.

Bareboat-Charter – Freiheit für Erfahrene

Beim Bareboat-Charter übernimmt man als Charterer die volle Verantwortung für Boot und Crew. In der Regel wird ein gültiger Segelschein verlangt – auf Mallorca ist das in den meisten Fällen der Sportbootführerschein See (SBF See) oder ein gleichwertiger internationaler Schein wie der ICC oder der RYA Day Skipper. Einige Charterfirmen verlangen zusätzlich einen Nachweis über Segelerfahrung in Form eines Logbuchs. Die Charterpreise variieren je nach Bootsgröße, Saison und Ausstattung erheblich: Eine kompakte Segelyacht mit 35 bis 40 Fuß kostet in der Hauptsaison (Juli/August) in der Regel zwischen 1.500 und 3.500 Euro pro Woche, außerhalb der Hochsaison deutlich weniger.

Skippercharter – Entspannt segeln ohne Schein

Wer keinen Segelschein besitzt oder einfach entspannt genießen möchte, ohne selbst navigieren zu müssen, bucht einen Skippercharter. Ein erfahrener, lokaler Skipper übernimmt dabei die Führung des Bootes, kennt die besten Ankerbuchten und kann wertvolle Einblicke in die Reviere geben. Diese Option ist auch für Familien mit Kindern ideal, da man sich vollständig auf das Erlebnis konzentrieren kann. Die Kosten für einen professionellen Skipper liegen in der Regel zwischen 150 und 250 Euro pro Tag, zuzüglich der eigentlichen Chartergebühr.

Katamarane und Motorboote – Alternativen zur klassischen Segelyacht

Neben klassischen Einrumpfyachten stehen auf Mallorca auch Katamarane zur Miete bereit. Diese bieten mehr Wohnraum, mehr Stabilität und sind besonders bei Familien und größeren Gruppen beliebt. Katamarane sind allerdings in der Regel teurer als vergleichbare Einrumpfboote und benötigen breitere Liegeplätze in der Marina. Wer primär die Buchten erkunden und weniger segeln möchte, kann auch auf Motorboote zurückgreifen, die stundenweise oder tageweise gechartert werden können – allerdings ist das Segelgefühl dabei natürlich ein anderes.

Worauf beim Charter zu achten ist

  • Frühzeitig buchen: In der Hochsaison (Juli/August) sind begehrte Boote oft Monate im Voraus vergeben
  • Versicherung prüfen: Auf ausreichende Haftpflicht- und Kaskoversicherung achten, Selbstbeteiligung klären
  • Übergabeprotokoll: Boot vor Abfahrt sorgfältig auf Schäden und Ausrüstung prüfen
  • Sicherheitsausrüstung: Rettungswesten, Rettungsinsel, Feuerlöscher und Signalmittel auf Vollständigkeit kontrollieren
  • Kraftstoff- und Hafengebühren: Diese sind oft nicht im Charterpreis enthalten und können erheblich sein
  • Wetterfenster planen: Flexibilität im Reiseplan einplanen, um bei schlechtem Wetter in der Marina bleiben zu können
  • Saisonale Preisunterschiede nutzen: Mai/Juni und September/Oktober bieten oft das beste Preis-Leistungs-Verhältnis

Segelkurse und Schnuppersegeln auf Mallorca

Mallorca ist nicht nur ein Revier für erfahrene Segler – die Insel bietet auch hervorragende Möglichkeiten, das Segeln von Grund auf zu erlernen oder vorhandene Kenntnisse zu vertiefen. Zahlreiche Segelschulen, verteilt über die gesamte Insel, bieten Kurse für alle Altersgruppen und Niveaus an, von der ersten Jolle bis zum Hochseeschein.

Schnuppersegeln – Der erste Schritt auf dem Wasser

Wer noch nie gesegelt ist und einfach mal ausprobieren möchte, wie es sich anfühlt, ein Boot unter Segeln zu führen, ist bei einem Schnupperkurs genau richtig. Diese Kurse dauern in der Regel einen halben oder ganzen Tag und werden von erfahrenen Segellehrer begleitet. Die Teilnehmer lernen die grundlegenden Manöver kennen, dürfen selbst ans Ruder und bekommen ein Gefühl für Wind und Segel. Angeboten werden solche Kurse unter anderem in Alcúdia, Palma und Port de Pollença, oft auch in Kombination mit einem Badestopp in einer nahe gelegenen Bucht.

Segelschein-Kurse – Vom Einsteiger zum lizenzierten Skipper

Wer einen offiziellen Segelschein erwerben möchte, findet auf Mallorca Segelschulen, die auf die Vorbereitung für den deutschen Sportbootführerschein See (SBF See), den österreichischen Motorboot- und Segelschein sowie internationale Patente wie den RYA Competent Crew oder den RYA Day Skipper vorbereiten. Die Kurse umfassen theoretischen Unterricht in Navigation, Seemannschaft und Wetterkunde sowie praktische Einheiten auf dem Wasser. Intensivkurse über eine Woche sind ebenso möglich wie Wochenendkurse, die über mehrere Monate verteilt werden.

Jollenregatten und Katamaran-Kurse

Für sportlich ambitionierte Einsteiger bieten viele Segelschulen auf Mallorca auch Jollenkurse an, bei denen auf kleinen, wendigen Booten wie der Laser oder der Optimist gesegelt wird. Diese Kurse sind besonders effektiv, um ein Gefühl für Trimm, Balance und Windausnutzung zu entwickeln. Katamaran-Kurse sind ebenfalls verbreitet und werden vor allem an der ruhigeren Nordküste angeboten. Wer bereits segeln kann und seine Technik verfeinern möchte, findet auf Mallorca auch fortgeschrittene Kurse in Küstennavigation, Regattataktik und Hochseenavigation.

Sonnenuntergangstörns – Segeln als Erlebnis

Eine besonders beliebte und niedrigschwellige Möglichkeit, das Segeln auf Mallorca zu erleben, sind geführte Sonnenuntergangstörns. Dabei steigt man in der Regel am späten Nachmittag in einer der großen Marinas in Palma oder Alcúdia an Bord einer Segelyacht, kreuzt für zwei bis drei Stunden entlang der Küste und kehrt nach Einbruch der Dunkelheit zurück. Diese Törns sind ideal für Menschen, die segeln als Entspannungserlebnis suchen und keine aktive Teilnahme am Segeln planen. Oft sind Getränke und kleine Snacks inklusive.

Regatten auf Mallorca – Copa del Rey und mehr

Mallorca ist nicht nur ein Revier für Freizeitsegler – die Insel ist auch eine bedeutende Adresse im internationalen Regattakalender. Mehrere hochkarätige Wettbewerbe ziehen jedes Jahr Teilnehmer und Zuschauer aus aller Welt nach Palma und machen die Insel zum Mittelpunkt der europäischen Segelszene.

Copa del Rey – Königliche Regatta in Palma

Die Copa del Rey de Vela ist ohne Zweifel das bekannteste Segelevent auf Mallorca und eine der renommiertesten Regatten Europas überhaupt. Die Regatta findet jedes Jahr Anfang August in der Bucht von Palma statt und trägt den Namen des spanischen Königs, der die Schirmherrschaft inne hat und die Veranstaltung regelmäßig persönlich besucht. Gestartet wird in verschiedenen Klassen, von ORC über IRC bis hin zu Einheitsklassen, und die Teilnehmerfelder sind international besetzt. Wer die Copa del Rey als Zuschauer erleben möchte, kann das Spektakel von der Hafenmole in Palma aus verfolgen oder eine der zahlreichen Begleitboote buchen, die Zuschauer direkt an die Regattastrecke bringen.

PalmaVela – Frühjahrsregatta mit Festivalcharakter

Im Frühjahr, in der Regel im Mai, findet die PalmaVela statt – eine internationale Offshore-Regatta, die den Startschuss für die Segelsaison auf Mallorca gibt. Die Veranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren zu einem echten Segelfestival entwickelt, das neben den Rennen auch ein umfangreiches Rahmenprogramm an Land bietet. Die Stimmung in Palma während der PalmaVela ist einzigartig: Die Hafenpromenade füllt sich mit Seglerinnen und Seglern aus ganz Europa, und in den Marinas herrscht reges Treiben.

Weitere Regatten und Clubrennen

Neben den großen internationalen Events gibt es auf Mallorca das ganze Jahr über kleinere Regatten und Clubrennen, die vom Real Club Náutico de Palma, dem Club de Mar und anderen Yachtclubs organisiert werden. Diese Veranstaltungen sind oft auch für Gastsegler offen und bieten eine gute Möglichkeit, in die lokale Segelszene einzutauchen. Wer an einer Regatta teilnehmen möchte, sollte sich frühzeitig bei den jeweiligen Veranstaltern informieren und anmelden.

EventZeitraumRevierKlassen / Charakter
PalmaVelaMaiBucht von PalmaOffshore, internationale Klassen, Festivalcharakter
Copa del Rey de VelaAnfang AugustBucht von PalmaORC, IRC, Einheitsklassen, königliche Schirmherrschaft
Trofeo Princesa SofíaMärz/AprilBucht von PalmaOlympische Klassen, Weltklassefeld
Clubrennen Real Club NáuticoGanzjährigBucht von PalmaLokale Klassen, offen für Gastsegler

Besonders erwähnenswert ist auch die Trofeo Princesa Sofía, die im März oder April stattfindet und in den olympischen Segelklassen ausgetragen wird. Diese Regatta gilt als eines der wichtigsten Vorbereitungsevents für Olympia und zieht regelmäßig das Weltklassefeld nach Palma. Für Zuschauer ist es ein beeindruckendes Erlebnis, die besten Segler der Welt in Aktion zu sehen.

Beste Reisezeit zum Segeln auf Mallorca

Die offizielle Segelsaison auf Mallorca erstreckt sich von April bis Oktober, wobei die einzelnen Monate sehr unterschiedliche Bedingungen bieten. Die Wahl des richtigen Zeitraums hängt von den persönlichen Vorlieben, dem Erfahrungsniveau und dem gewünschten Erlebnis ab.

MonatWindverhältnisseWassertemperaturAuslastung / PreiseEmpfehlung
AprilWechselhaft, teils kräftigca. 16-18 °CNiedrig, günstigFrühsaisonsegler, Regatten (Princesa Sofía)
MaiAufbauend, angenehmca. 18-20 °CMittel, moderatSehr gut: PalmaVela, angenehme Temperaturen
JuniStabil, Mestral setzt einca. 21-23 °CMittel-hoch, moderatIdeal: gute Winde, noch nicht überfüllt
JuliStabil, kräftiger Mestralca. 24-26 °CSehr hoch, teuerHochsaison: Top-Bedingungen, frühzeitig buchen
AugustStabil, Copa del Reyca. 26-28 °CSehr hoch, teuerHochsaison: Regatta-Atmosphäre, voll
SeptemberNachlassend, angenehmca. 24-26 °CMittel, moderatSehr gut: ruhiger, warmes Wasser, faire Preise
OktoberWechselhafter, Herbststürme möglichca. 20-22 °CNiedrig, günstigFür Erfahrene: ruhiger, schöne Lichtqualität

Geheimtipp Schulterzeit: Mai, Juni und September

Wer das beste Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, ist in den Monaten Mai, Juni und September am besten aufgehoben. Die Winde sind stabil, das Wasser bereits angenehm warm, die Marinas sind nicht überfüllt und die Charterpreise liegen deutlich unter dem Hochsaisonniveau. Im September ist das Wasser sogar am wärmsten des ganzen Jahres, da es die Wärme der Sommermonate gespeichert hat. Die Abende werden kürzer, aber die Lichtstimmung auf dem Wasser ist zu dieser Jahreszeit besonders schön.

Hochsaison Juli und August – Volle Häfen, perfekte Bedingungen

Juli und August bieten die stabilsten und stärksten Winde des Jahres, was sie für sportliche Segler zur besten Zeit macht. Allerdings sind die Marinas in dieser Zeit gut gefüllt, Liegeplätze müssen weit im Voraus reserviert werden, und die Charterpreise erreichen ihren Jahreshöchststand. Wer in der Hochsaison segeln möchte, sollte die Buchung mindestens drei bis sechs Monate im Voraus vornehmen. Die Copa del Rey Anfang August sorgt zudem für eine besondere Stimmung in Palma.

Praktische Tipps für den Segeltörn auf Mallorca

Ein gut vorbereiteter Törn ist die Grundlage für ein entspanntes und sicheres Segelerlebnis auf Mallorca. Von der Anreise über die Ausrüstung bis hin zu den Formalitäten gibt es einiges zu beachten.

Anreise und Ausgangspunkt

Der Flughafen Palma de Mallorca (PMI) ist einer der verkehrsreichsten Flughäfen Europas und wird von zahlreichen deutschen, österreichischen und schweizerischen Städten direkt angeflogen. Von dort aus sind die meisten Marinas in 20 bis 45 Minuten mit dem Taxi oder Mietwagen erreichbar. Die Marinas in Palma liegen sogar nur etwa 10 bis 15 Minuten vom Flughafen entfernt. Wer mit dem eigenen Boot anreist, kann Mallorca von der spanischen Festlandküste aus in etwa 8 bis 12 Stunden erreichen, je nach Abfahrtshafen und Windverhältnissen.

Ausrüstung und Kleidung

  • Sonnenschutz: Hoher LSF-Faktor ist unverzichtbar – auf dem Wasser ist die UV-Strahlung durch Reflexion deutlich intensiver als an Land
  • Segelhandschuhe: Schützen die Hände beim Handling der Schoten und Fallen
  • Nichtrutschende Segelschuhe: Wichtig für die Sicherheit an Deck
  • Windjacke oder leichte Ölhaut: Auch im Sommer kann es auf See kühl werden, besonders abends
  • Polarisierte Sonnenbrille: Reduziert die Blendung auf dem Wasser erheblich
  • Badezeug und Schnorchelausrüstung: Für die unvermeidlichen Badestopps in den Calas
  • Seekrankheitsmittel: Für Personen, die empfindlich reagieren, empfiehlt sich eine Prophylaxe
  • Wasserfeste Tasche: Für Wertsachen, Handy und Dokumente

Formalitäten und Dokumente

Als EU-Bürger benötigt man für das Segeln in spanischen Gewässern in der Regel keinen separaten Einklarierungsnachweis. Wichtig ist jedoch, dass der Skipper seinen gültigen Segelschein sowie den Schiffsausweis und die Versicherungsdokumente stets an Bord hat. Beim Besuch des Nationalparks Cabrera ist die bereits erwähnte Genehmigung zwingend erforderlich. Für Törns in Richtung Menorca oder Ibiza verlässt man das spanische Hoheitsgebiet nicht, es gelten jedoch die jeweiligen lokalen Hafenregeln.

Ankern und Umweltschutz

Das Ankern auf Mallorca ist in vielen Buchten möglich, aber es gibt zunehmend Einschränkungen zum Schutz der Posidonia-Seegraswiesen, die einen wichtigen Lebensraum für das marine Ökosystem darstellen. In einigen Buchten, besonders im Norden und Osten der Insel, sind Ankerbereiche ausgewiesen, die Posidonia-Wiesen schützen. Stattdessen wurden Mooring-Bojen installiert, die kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr genutzt werden können. Es empfiehlt sich, vor dem Törn aktuelle Karten und Vorschriften zu konsultieren, um unbeabsichtigte Verstöße zu vermeiden.

Hafengebühren und Kosten im Überblick

Die Hafengebühren auf Mallorca variieren je nach Marina, Bootsgröße und Saison erheblich. In den großen, gut ausgestatteten Marinas in Palma und Puerto Portals sind die Gebühren in der Hochsaison entsprechend hoch – für eine 40-Fuß-Yacht können in der Hauptsaison Tagessätze von 80 bis über 150 Euro anfallen. In kleineren Häfen und an der Ost- und Nordküste sind die Gebühren in der Regel deutlich günstiger. Ankern in freien Buchten ist kostenlos, sofern keine Schutzgebietsregeln dagegen sprechen.

Wer frühmorgens aufbricht, hat die schönsten Buchten oft für sich allein – und kommt rechtzeitig an, bevor der Nachmittagswind die Ankermanöver erschwert.

Segeln mit der Familie und für Einsteiger

Mallorca ist eines der familienfreundlichsten Segelreviere im Mittelmeer. Die Kombination aus ruhigen Buchten, warmen Wassertemperaturen, kurzen Distanzen zwischen den Häfen und einer exzellenten Infrastruktur macht die Insel zu einem idealen Ziel für Familien mit Kindern, die das Segeln kennenlernen oder gemeinsam einen Törn erleben möchten.

Warum Alcúdia der beste Startpunkt für Familien ist

Die Bucht von Alcúdia im Norden Mallorcas ist der empfehlenswerteste Ausgangspunkt für Familien und Einsteiger. Das Wasser ist hier deutlich ruhiger als an der oft windigeren Westküste, die Bucht ist gut geschützt und bietet viel Raum zum Üben. Der flache Sandstrand in der Nähe der Marina lädt zu Badepausen ein, und die Segelschule vor Ort bietet spezielle Kinderkurse sowie Familienpakete an. Kinder ab etwa acht Jahren können in der Regel bereits an Bord aktiv mitsegeln und erste Aufgaben übernehmen.

Tagestörns mit Badestopp – Das perfekte Familienprogramm

Ein geführter Tagestörn mit einem erfahrenen Skipper an Bord ist für Familien die entspannteste Art, das Segeln auf Mallorca zu erleben. Der Skipper übernimmt die Navigation und das Handling des Bootes, während die Familie die Fahrt genießt, die Küste beobachtet und die Badestopps in abgelegenen Buchten in vollen Zügen auskosten kann. Solche Törns werden von vielen Charterfirmen und Segelschulen auf Mallorca angeboten und dauern in der Regel sechs bis acht Stunden. Typischerweise werden zwei bis drei Badestopps eingelegt, und an Bord ist Schnorchelausrüstung vorhanden.

Sicherheit für Kinder an Bord

  • Kindgerechte Rettungswesten in der richtigen Größe sind Pflicht und sollten vor dem Ablegen angepasst werden
  • Sicherheitsleine (Jackline) auf dem Vorschiff schützt vor unbeabsichtigtem Über-Bord-Gehen
  • Kinder sollten im Cockpit bleiben, wenn das Boot am Segeln ist
  • Sonnenschutz für Kinder besonders wichtig: Sonnencreme, Hut und T-Shirt auch im Wasser
  • Regelmäßige Pausen und ausreichend Trinkwasser an Bord mitführen
  • Seekrankheit bei Kindern: bei Empfindlichkeit Prophylaxe mit dem Kinderarzt besprechen

Segeln und Entdecken – Ausflüge und Kombinationsmöglichkeiten

Das Segeln auf Mallorca lässt sich hervorragend mit Landausflügen und dem Erkunden der Insel verbinden. Viele Buchten und Küstenabschnitte sind nur per Boot erreichbar, was dem Segeltörn eine besondere Exklusivität verleiht. Gleichzeitig bieten die Häfen und Marinas ideale Ausgangspunkte für Erkundungen des Hinterlands.

Schnorcheln und Tauchen in den Calas

Die Unterwasserwelt rund um Mallorca ist reich an Fischen, Oktopussen, Tintenfischen und farbenfrohen Seegraswiesen. Besonders die Ostküste mit ihren zahlreichen Calas und die Gewässer rund um Cabrera bieten hervorragende Bedingungen zum Schnorcheln. Wer tiefer eintauchen möchte, findet in den größeren Häfen wie Palma, Alcúdia und Cala d'Or Tauchschulen, die geführte Tauchgänge und Zertifizierungskurse anbieten.

Küstenrestaurants und Strandlokale

Ein besonderes Erlebnis ist das Anlegen in einer kleinen Bucht und der anschließende Besuch eines Chiringuito, eines einfachen Strandrestaurants, das frischen Fisch und mallorquinische Spezialitäten serviert. Besonders empfehlenswert sind die kleinen Fischrestaurants in Port de Sóller, das mit dem Boot von der Westküste aus erreichbar ist, sowie die Lokale in Cala Figuera an der Südostküste. In Port d'Andratx und Puerto Portals gibt es gehobene Restaurants direkt am Hafen, die auch nach einem langen Segeltag einladend sind.

Mehrtagesetörns – Mallorca und die Nachbarinseln

Wer eine Woche oder länger auf dem Wasser verbringt, kann Mallorca mit den Nachbarinseln Menorca und Ibiza verbinden. Von Port de Pollença nach Menorca sind es etwa 35 bis 40 Seemeilen – eine Überfahrt, die bei gutem Wind in fünf bis sieben Stunden zu bewältigen ist. Menorca bietet mit seinen unberührten Buchten und dem entspannten Lebensstil einen starken Kontrast zu Mallorca. Ibiza liegt von Palma aus etwa 80 Seemeilen entfernt und ist für erfahrene Segler eine lohnende Etappe auf einem größeren Törn durch die Balearen.

Kulturelle Highlights entlang der Küste

Von der Seeseite aus eröffnen sich einige der schönsten Perspektiven auf Mallorcas Kulturlandschaft. Die Kathedrale von Palma, die La Seu, ist von der Bucht aus weithin sichtbar und beeindruckt mit ihrer gotischen Silhouette. Wer in Port de Sóller anlegt, kann von dort mit der historischen Straßenbahn ins Bergdorf Sóller fahren und die Serra de Tramuntana erkunden, die zum UNESCO-Welterbe gehört. In Alcúdia lohnt ein Spaziergang durch die mittelalterliche Altstadt mit ihren gut erhaltenen Stadtmauern.

Kosten und Budget – Was das Segeln auf Mallorca kostet

Die Kosten für einen Segeltörn auf Mallorca können sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem ob man ein Boot chartert, an einem geführten Törn teilnimmt oder einen Segelkurs bucht. Ein realistisches Budget hilft, böse Überraschungen zu vermeiden.

LeistungPreisrahmen (Orientierung)Hinweis
Schnupperkurs (halber Tag)ca. 60-120 Euro pro PersonInklusive Leihausrüstung, Gruppe
Sonnenuntergangstörn (2-3 Std.)ca. 50-90 Euro pro PersonOft Getränke inklusive
Tagestörn mit Skipper (ganzer Tag)ca. 80-150 Euro pro PersonBadestopp, Schnorcheln inklusive
Bareboat-Charter 35-40 Fuß (pro Woche)ca. 1.500-3.500 EuroHauptsaison; Schulterzeit deutlich günstiger
Skippergebühr (pro Tag)ca. 150-250 EuroZusätzlich zur Chartergebühr
Hafengebühr 40 Fuß (pro Nacht)ca. 40-150 EuroJe nach Marina und Saison
Segelkurs RYA Day Skipper (1 Woche)ca. 800-1.500 EuroTheorie + Praxis, Unterkunft oft extra
Kraftstoff (pro Woche, Orientierung)ca. 100-300 EuroAbhängig von Motor- und Segelanteil

Zu den genannten Kosten kommen in der Regel noch Ausgaben für Lebensmittel und Getränke an Bord, Restaurantbesuche in den Häfen sowie eventuelle Gebühren für Nationalparks oder Mooring-Bojen. Wer das Budget im Griff behalten möchte, sollte die Schulterzeit (Mai/Juni oder September) bevorzugen, selbst kochen statt täglich in Restaurants zu gehen und kleinere Marinas abseits der großen Touristenzentren ansteuern.

Häufige Fehler beim Segeln auf Mallorca – und wie man sie vermeidet

Auch erfahrene Segler können auf Mallorca in Fallen tappen, die sich mit etwas Vorbereitung leicht vermeiden lassen. Die folgenden Punkte gehören zu den häufigsten Fehlern, die Segler auf der Insel machen.

  1. Zu spät buchen: Besonders in der Hochsaison sind begehrte Boote und Liegeplätze Monate im Voraus vergeben. Frühzeitig planen zahlt sich aus.
  2. Wetter unterschätzen: Der Mestral kann nachmittags schnell auf Stärke 5 bis 6 auffrischen. Wer frühmorgens aufbricht und nachmittags im Hafen ist, vermeidet unangenehme Überraschungen.
  3. Ankern in Posidonia-Wiesen: Das Ankern auf den geschützten Seegraswiesen ist verboten und kann empfindliche Bußgelder nach sich ziehen. Immer die aktuellen Ankerkarten konsultieren.
  4. Cabrera ohne Genehmigung ansteuern: Das Einlaufen in den Nationalpark ohne vorherige Genehmigung ist nicht erlaubt und wird kontrolliert.
  5. Hafengebühren unterschätzen: In den großen Marinas in Palma können die Übernachtungsgebühren in der Hochsaison erheblich sein. Kleinere Häfen sind oft günstiger.
  6. Sonnenschutz vernachlässigen: Die Reflexion des Wassers verstärkt die UV-Strahlung erheblich. Sonnenbrand auf dem Wasser ist schneller passiert als gedacht.
  7. Schein und Dokumente vergessen: Segelschein, Schiffsausweis und Versicherungsnachweis müssen immer an Bord sein – Kontrollen durch die Guardia Civil sind möglich.
  8. Zu enge Tagesplanung: Mallorca hat viel zu bieten, und das Segeln sollte entspannt bleiben. Zu viele Etappen auf engem Raum nehmen den Genuss.

Häufige Fragen

Braucht man einen Segelschein, um auf Mallorca ein Boot zu chartern? +

Für den Bareboat-Charter, also das eigenständige Führen eines Charterboots, ist in der Regel ein anerkannter Segelschein erforderlich – zum Beispiel der deutsche Sportbootführerschein See, der österreichische Segelschein oder ein internationales Patent wie der ICC oder der RYA Day Skipper. Wer keinen Schein besitzt, kann problemlos einen Skippercharter buchen: Ein erfahrener lokaler Skipper übernimmt dann die Führung des Bootes.

Wann ist die beste Zeit zum Segeln auf Mallorca? +

Die Segelsaison auf Mallorca läuft von April bis Oktober. Die besten Bedingungen herrschen in der Schulterzeit: Mai und Juni bieten stabile Winde, angenehme Temperaturen und noch keine Hochsaisonpreise. September ist ebenfalls hervorragend – das Wasser ist am wärmsten, die Marinas sind ruhiger und die Preise sinken wieder. Juli und August bieten die stärksten Winde, sind aber am teuersten und am stärksten frequentiert.

Welche Regatten finden auf Mallorca statt? +

Die bekannteste Regatta auf Mallorca ist die Copa del Rey de Vela, eine der renommiertesten Regatten Europas, die jedes Jahr Anfang August in der Bucht von Palma stattfindet. Im Frühjahr, meist im Mai, findet die PalmaVela statt, eine internationale Offshore-Regatta mit Festivalcharakter. Im März oder April wird zudem die Trofeo Princesa Sofía in den olympischen Segelklassen ausgetragen, die regelmäßig das Weltklassefeld anzieht.

Wo auf Mallorca ist Segeln für Einsteiger am besten geeignet? +

Die Bucht von Alcúdia im Norden Mallorcas gilt als ideales Revier für Einsteiger und Familien. Das Wasser ist hier ruhiger und flacher als an der windigeren Westküste, und die gut geschützte Bucht bietet viel Raum zum Üben. Vor Ort gibt es eine Segelschule mit Kursen für alle Niveaus. Auch die Bucht von Palma eignet sich für Anfänger, besonders bei ruhigeren Bedingungen am Morgen.

Kann man den Nationalpark Cabrera mit dem Segelboot besuchen? +

Ja, aber nur mit einer vorher beantragten Genehmigung. Das Einlaufen in den Hafen von Cabrera ist auf eine begrenzte Anzahl von Booten pro Tag beschränkt, um die unberührte Natur des Nationalparks zu schützen. Die Genehmigung muss beim Umweltministerium der Balearen beantragt werden, am besten mehrere Wochen im Voraus. Wer die Genehmigung erhält, wird mit außergewöhnlich klarem Wasser und unberührter Natur belohnt.

Was kostet ein Wochencharter auf Mallorca? +

Die Charterpreise variieren je nach Bootsgröße, Ausstattung und Saison erheblich. Als Orientierung: Eine Segelyacht mit 35 bis 40 Fuß kostet in der Hochsaison (Juli/August) in der Regel zwischen 1.500 und 3.500 Euro pro Woche für den Bareboat-Charter. In der Schulterzeit (Mai/Juni oder September) sind die Preise deutlich günstiger. Hinzu kommen Kosten für Skipper, Kraftstoff, Hafengebühren und Verpflegung.

Gibt es auf Mallorca Segelkurse für Kinder? +

Ja, mehrere Segelschulen auf Mallorca bieten spezielle Kurse für Kinder und Jugendliche an. Besonders in Alcúdia und Palma gibt es gut ausgestattete Schulen mit Kinderprogrammen, bei denen auf kleinen Jollen wie dem Optimist oder der Laser gesegelt wird. Kinder ab etwa acht Jahren können in der Regel an solchen Kursen teilnehmen. Familien können auch geführte Tagestörns buchen, bei denen Kinder aktiv ans Ruder dürfen.

Darf man auf Mallorca überall ankern? +

Nicht überall. In vielen Buchten ist das Ankern möglich, aber es gibt zunehmend Einschränkungen zum Schutz der Posidonia-Seegraswiesen, die per Gesetz geschützt sind. In einigen Buchten, besonders im Norden und Osten, sind Ankerbereiche ausgewiesen oder durch Mooring-Bojen ersetzt worden. Das Ankern auf Posidonia-Wiesen ist verboten und kann Bußgelder nach sich ziehen. Vor dem Törn sollte man aktuelle Seekarten und die Vorschriften der Balearen konsultieren.

Weitere Aktivitäten

⛵ Bootstouren & Katamaran 🛶 SUP & Kajak 🤿 Schnorcheln & Tauchen 🚤 Jetski & Parasailing 🥾 Wandern (Tramuntana / GR 221) 🚴 Rennrad & Mountainbike ⛳ Golf 🚙 Quad & Buggy / Jeep-Safari Alle ansehen →