Unterwasserwelt entdecken
Tauchbasen entlang der Küste bieten Schnuppertauchen, Kurse (PADI/SSI) und geführte Tauchgänge zu Riffen, Steilwänden und Höhlen.
Zum Schnorcheln eignen sich felsige Buchten mit klarem Wasser besonders gut – Maske und Schnorchel genügen.
Wo am besten?
📍 Cabrera (Nationalpark)
Artenreichstes Tauchgebiet der Insel.
📍 El Toro (Südwesten)
Meeresschutzgebiet mit viel Fisch.
📍 Cala Ratjada
Höhlen und Steilwände im Nordosten.
💡 Insider-Tipp
Das Meeresschutzgebiet um die Insel El Toro im Südwesten gilt als einer der fischreichsten Tauchspots – ideal auch für erfahrene Schnorchler.
Warum Mallorca ein Top-Revier für Taucher und Schnorchler ist
Das Mittelmeer rund um Mallorca vereint mehrere Faktoren, die ein gutes Tauchrevier ausmachen: geringer Tidenhub, meist ruhige See, hervorragende Wasserklarheit und eine vielfältige Küstenstruktur aus Felsbuchten, Unterwasserhöhlen, Steilwänden und sandigen Plateaus. Die Sichtweite liegt im Sommer häufig zwischen 15 und 30 Metern, in besonders klaren Gewässern rund um Cabrera sogar darüber. Hinzu kommt die Lage: Mallorca ist von Deutschland, Österreich und der Schweiz in etwa zwei Stunden erreichbar, was Tauchurlaube ohne lange Anreise ermöglicht.
Ein weiterer Vorteil ist die Infrastruktur. Auf der Insel gibt es zahlreiche professionell geführte Tauchbasen, die Kurse für alle Leistungsstufen anbieten – vom Schnuppertauchen für Kinder ab etwa 10 bis 12 Jahren bis zum Divemaster-Training. Ausrüstung wird gestellt, Sicherheitsbriefings sind Standard, und die meisten Schulen kommunizieren auf Deutsch. Wer lieber schnorchelt, findet in den unzähligen Calas der Nord-, Ost- und Südküste flache, geschützte Buchten, die ohne jegliche Ausrüstung außer Maske und Schnorchel zugänglich sind.
Unterwasserwelt: Was lebt im Meer rund um Mallorca?
Die Artenvielfalt im mallorquinischen Mittelmeer ist beachtlich. Rund um den Nationalpark Cabrera wurden bis zu 500 verschiedene Arten dokumentiert – eine Zahl, die das Gebiet zu einem der artenreichsten Meeresschutzgebiete der Balearen macht. Typische Begegnungen bei Tauchgängen und Schnorchelausflügen sind Zackenbarsche, Doraden, Congeraale, Oktopusse, Barrakudaschwärme, Seesterne, Muränen und gelegentlich Seepferdchen. In tieferen Gewässern und an Steilwänden tauchen auch Fächerkorallen und Schwämme auf, die dem Riff eine mediterrane Farbigkeit verleihen.
- Zackenbarsch (Epinephelus marginatus): häufig in Felsritzen und Höhlen, besonders in Schutzgebieten
- Barrakuda (Sphyraena sphyraena): oft in Schwärmen an Steilwänden und offenen Felsen
- Oktopus (Octopus vulgaris): Meister der Tarnung, in Felsspalten und unter Steinen
- Congeraal (Conger conger): in Höhlen und unter überhängenden Felsen
- Dorade (Sparus aurata): häufig in Meeresschutzgebieten wie El Toro
- Seepferdchen (Hippocampus guttulatus): selten, aber möglich in geschützten Buchten
- Muräne (Muraena helena): in Felsspalten, besonders in tieferen Zonen
- Fächerkoralle (Eunicella cavolini): in tieferen Bereichen ab etwa 15 m
- Posidonia-Seegraswiesen: wichtiger Lebensraum, Heimat vieler Jungfische
Besonders die Posidonia-Seegraswiesen, die große Teile des Meeresbodens rund um Mallorca bedecken, sind ein ökologisch wertvoller Lebensraum. Sie gelten als Kinderstube vieler Fischarten und sind in der EU als prioritärer Lebensraum geschützt. Beim Schnorcheln über Seegraswiesen lohnt ein langsamer, ruhiger Blick in die Halme – hier verstecken sich Tintenfische, kleine Fische und gelegentlich Seepferdchen.
Die besten Tauch- und Schnorchel-Spots auf Mallorca
Mallorca bietet mehr als 100 dokumentierte Tauchplätze, die sich auf alle Küstenabschnitte der Insel verteilen. Die folgenden Spots gehören zu den bekanntesten und am häufigsten angesteuerten – jeder mit einem eigenen Charakter und unterschiedlichen Anforderungen an das Können der Taucher.
Cabrera-Nationalpark: Das artenreichste Tauchgebiet der Insel
Der Nationalpark Cabrera liegt rund 10 Kilometer südlich von Mallorcas Südküste und ist nur per Boot erreichbar – ab Colònia de Sant Jordi dauert die Überfahrt etwa 45 Minuten. Das Archipel steht seit 1991 unter strengem Naturschutz, was sich direkt auf die Unterwasserwelt auswirkt: Zackenbarsche, die anderswo selten geworden sind, begegnen einem hier in beeindruckender Größe und Anzahl. Barrakudaschwärme, Doraden, Congeraale und eine üppige Korallenfauna machen Cabrera zum Highlight jedes Mallorca-Tauchurlaubs. Die Sichtweite ist hier besonders gut, oft über 25 Meter. Da der Zugang reguliert ist, empfiehlt sich eine Buchung über eine der lokalen Tauchbasen, die Tagesausflüge mit Boot und Führung organisieren.
El Toro: Fischreichstes Meeresreservat im Südwesten
Das Meeresschutzgebiet rund um die kleine Insel El Toro liegt vor der Küste von Calvià, nahe Port Adriano im Südwesten Mallorcas. Es gilt als einer der fischreichsten Tauchspots der Insel und ist sowohl für erfahrene Taucher als auch für fortgeschrittene Schnorchler geeignet. Die Felsformationen reichen bis in etwa 35 Meter Tiefe, bieten Überhänge, kleine Höhlen und Spalten, in denen Oktopusse, Congeraale und Muränen Unterschlupf finden. Doraden schwimmen hier oft in Schulen, und wer Glück hat, entdeckt auch Seepferdchen im Seegras. Da das Gebiet unter Schutz steht, ist die Fischbiomasse deutlich höher als an ungeregelten Küstenabschnitten.
Cala Ratjada: Höhlen und Steilwände im Nordosten
Der Nordosten Mallorcas rund um Cala Ratjada ist bekannt für seine abwechslungsreiche Unterwassertopografie. Steilwände, Felsbögen und Höhlensysteme machen diese Region besonders für Taucher interessant, die über das Grundlegende hinausgehen möchten. Die Höhlen bei Canyamel – bekannt als Lucerna und Albardans – bieten spektakuläres Lichtspiel durch mehrere Tunnel und sind ein Erlebnis für Cavern-Taucher. Tauchbasen in Cala Ratjada und Capdepera bieten geführte Ausflüge zu diesen Spots an.
Palma und Umgebung: Wracks und Höhlen nahe der Hauptstadt
Rund um Palma de Mallorca gibt es mehrere interessante Tauchplätze, darunter Wracks und Höhlensysteme, die vor allem für Taucher mit etwas mehr Erfahrung geeignet sind. Die Palma-Wracks bieten eine eigene Unterwasserkulisse aus Stahl und Korallen, die sich über die Jahre zu einem künstlichen Riff entwickelt hat. Der Spot El Sech ist bekannt für Barrakudaschwärme und eignet sich gut für Taucher, die imposante Fischschwärme erleben möchten. Die Nähe zur Hauptstadt macht diese Spots logistisch einfach erreichbar.
| Spot | Region | Besonderheit | Empfohlen für | Tiefe (ca.) |
|---|---|---|---|---|
| Cabrera | Süden (Inselarchipel) | Artenreichstes Gebiet, Zackenbarsch, Barrakuda | Alle Level, Bootsausflug | bis 40 m |
| El Toro | Südwesten (Calvià) | Meeresreservat, Doraden, Oktopus, Seepferdchen | Alle Level inkl. Schnorchler | bis 35 m |
| Cala Ratjada / Canyamel | Nordosten | Höhlen, Steilwände, Lichtspiel | Fortgeschrittene, Cavern | bis 30 m |
| Palma-Wracks / El Sech | Südwesten (Palma) | Wracks, Barrakudaschwärme | Fortgeschrittene | bis 25 m |
| Felsbuchten Nordküste | Norden (Tramuntana) | Kristallklares Wasser, ruhige Calas | Schnorchler, Anfänger | 0–10 m |
| Cala Mondragó | Südosten (Santanyí) | Naturpark, ruhige Bucht, Fischvielfalt | Schnorchler, Familien | 0–8 m |
Schnorcheln in den Calas: Felsbuchten ohne Tauchschein
Wer keinen Tauchschein besitzt oder einfach entspannt die Unterwasserwelt erkunden möchte, ist in den zahlreichen Felsbuchten Mallorcas gut aufgehoben. Besonders empfehlenswert sind die Calas im Südosten rund um Santanyí – etwa Cala Mondragó, Cala Llombards oder Cala Figuera – sowie die Buchten entlang der Tramuntana-Küste im Norden. Das Wasser ist hier oft besonders klar, der Grund felsig und damit reich an Kleinstlebewesen, Fischen und Krebstieren. Für das Schnorcheln in diesen Buchten reicht eine einfache Maske mit Schnorchel; Flossen erleichtern die Fortbewegung erheblich.
Beste Reisezeit: Wann lohnt sich Tauchen und Schnorcheln auf Mallorca?
Die Hauptsaison für Tauchen und Schnorcheln auf Mallorca erstreckt sich von Mai bis Oktober. In diesem Zeitraum ist das Wasser angenehm warm, die See meist ruhig und die Sicht am besten. Im Hochsommer – Juli und August – erreicht die Wassertemperatur ihren Höhepunkt, was besonders für Schnorchler und Einsteiger komfortabel ist. Erfahrene Taucher schätzen oft die Schulterzeit im Mai, Juni und September, wenn das Wasser bereits warm genug ist, die Spots aber weniger frequentiert werden.
| Monat | Wassertemp. (ca.) | Sichtweite (ca.) | Eignung | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Januar – März | 13–15 °C | bis 25 m | Nur für erfahrene Taucher mit Neopren | Ruhige Spots, wenig Betrieb |
| April | 15–17 °C | bis 25 m | Fortgeschrittene mit 5 mm Neopren | Frühlingserwachen der Fauna |
| Mai | 17–20 °C | 15–25 m | Gut für alle Level | Beginn der Saison, wenig Trubel |
| Juni | 20–23 °C | 15–30 m | Sehr gut für alle Level | Angenehme Temperaturen, gute Sicht |
| Juli – August | 25–28 °C | 15–25 m | Ideal für Familien und Einsteiger | Hochsaison, viel Betrieb an Spots |
| September | 24–26 °C | 20–30 m | Hervorragend für alle Level | Beste Kombination aus Wärme und Sicht |
| Oktober | 21–23 °C | 20–30 m | Sehr gut, besonders für Taucher | Ruhiger, Fauna aktiv |
| November – Dezember | 16–18 °C | bis 30 m | Nur für erfahrene Taucher | Sehr ruhig, viele Schulen geschlossen |
September gilt unter Tauchern als einer der besten Monate: Das Wasser hat die Wärme des Sommers gespeichert, die Sichtweiten sind oft am höchsten, und die Strände sowie Tauchspots sind deutlich weniger überfüllt als im Juli oder August. Wer gezielt auf bestimmte Tierarten hofft – etwa Barrakudaschwärme oder Zackenbarsche in voller Aktivität – ist in der zweiten Saisonhälfte oft besser dran.
Außerhalb der Hauptsaison, also von November bis April, sind die meisten Tauchschulen entweder geschlossen oder haben stark reduzierte Öffnungszeiten. Das Wasser kühlt auf unter 15 Grad ab, was einen 7-mm-Neoprenanzug oder sogar einen Trockenanzug erfordert. Für erfahrene Taucher, die die Stille und die besondere Unterwasserstimmung des Winters schätzen, kann auch diese Zeit reizvoll sein – allerdings sollte man sich vorab über die Verfügbarkeit von Tauchbasen und Ausrüstungsverleih informieren.
Tauchen für Einsteiger: Schnuppertauchen, Kurse und Tauchschein auf Mallorca
Mallorca ist ein idealer Ort für den ersten Kontakt mit der Unterwasserwelt. Tauchschulen mit PADI- oder SSI-Zertifizierung bieten strukturierte Einsteigerprogramme an, die sicher und professionell in das Tauchen einführen. Das Angebot reicht vom einfachen Schnuppertauchen bis zum vollständigen Open-Water-Diver-Kurs, der einen weltweit anerkannten Tauchschein verleiht.
Schnuppertauchen: Erste Unterwassererfahrung ohne Vorkenntnisse
Das Schnuppertauchen – im PADI-System als Discover Scuba Diving bekannt – ist der einfachste Einstieg. Nach einem kurzen theoretischen Briefing und einer Übungseinheit im flachen Wasser oder im Pool geht es mit einem Tauchlehrer auf einen ersten Tauchgang in maximal 12 Meter Tiefe. Kinder können in der Regel ab etwa 10 bis 12 Jahren teilnehmen, Erwachsene ohne Altersobergrenze, sofern keine gesundheitlichen Einschränkungen vorliegen. Ein ärztliches Attest ist nicht immer erforderlich, wird aber empfohlen. Die Ausrüstung – Neoprenanzug, Maske, Flossen, Jacket und Atemregler – wird von der Tauchschule gestellt.
Open-Water-Kurs: Der erste echte Tauchschein
Wer das Tauchen ernsthafter betreiben möchte, absolviert einen Open-Water-Diver-Kurs. Dieser umfasst Theorie (heute oft als E-Learning vorab möglich), Übungen im Schwimmbad oder Freiwasser und mehrere Freiwassertauchgänge. Nach erfolgreichem Abschluss darf man weltweit bis zu 18 Meter tief tauchen. Auf Mallorca lässt sich ein solcher Kurs in etwa 3 bis 4 Tagen absolvieren – ideal für einen Tauchurlaub. Viele Schulen bieten auch Intensivkurse über ein verlängertes Wochenende an.
Weiterführende Kurse für Fortgeschrittene
Für bereits zertifizierte Taucher bieten die mallorquinischen Tauchbasen zahlreiche Spezialkurse an: Advanced Open Water, Nitrox-Tauchen (verlängert die Tauchzeit bei gleichem Druck), Wracktauchen, Höhlentauchen (Cavern und Cave) sowie Rescue-Diver-Kurse. Wer die Höhlen bei Canyamel erkunden möchte, sollte zumindest eine Cavern-Zertifizierung mitbringen, da diese Tauchgänge besondere Techniken erfordern.
- Tauchschule mit PADI- oder SSI-Zertifizierung wählen – deutschsprachige Guides sind auf Mallorca weit verbreitet
- Gesundheitlichen Fragebogen ehrlich ausfüllen – Herzprobleme, Asthma oder Epilepsie können das Tauchen ausschließen
- Ausrüstung wird gestellt – eigene Maske für besseren Komfort empfehlenswert
- Schnuppertauchen vorab buchen, besonders in der Hochsaison Juli/August
- Theorieteil für Open-Water-Kurse als E-Learning vorab erledigen – spart Zeit vor Ort
- Kinder ab 10 Jahren können am Schnuppertauchen teilnehmen, ab 15 Jahren am vollen Open-Water-Kurs
Die Kosten für Schnuppertauchen liegen in der Regel zwischen 50 und 90 Euro pro Person, ein vollständiger Open-Water-Kurs kostet etwa 300 bis 450 Euro inklusive Kursmaterial und Tauchgängen. Geführte Tauchgänge für bereits zertifizierte Taucher sind ab etwa 35 bis 60 Euro pro Tauchgang erhältlich, Bootsausflüge zu Spots wie Cabrera kosten in der Regel etwas mehr. Diese Preise sind Orientierungswerte und können je nach Anbieter, Saison und Inklusivleistungen variieren.
Schnorcheln auf Mallorca: Die schönsten Buchten und praktische Tipps
Schnorcheln erfordert keine Zertifizierung, keine Tauchschule und keine aufwändige Ausrüstung – und ermöglicht dennoch beeindruckende Einblicke in die mallorquinische Unterwasserwelt. Die Insel bietet Hunderte von Buchten, von denen viele für das Schnorcheln ideal geeignet sind: felsiger Grund mit vielen Verstecken für Fische, klares Wasser und gute Erreichbarkeit.
Die besten Schnorchelbuchten im Überblick
- Cala Mondragó (Santanyí, Südosten): Naturpark, ruhiges Wasser, viele Fische, auch für Kinder geeignet
- Cala Figuera (Santanyí, Südosten): malerische Fischerbucht, felsiger Grund, gute Sicht
- Cala Llombards (Santanyí, Südosten): schmale Bucht, türkisfarbenes Wasser, wenig Betrieb
- Cala Deià (Tramuntana, Nordwesten): Felsenbucht unter Olivenbäumen, kristallklares Wasser
- Sa Calobra (Tramuntana, Norden): spektakuläre Kulisse, felsiger Untergrund, starke Strömung möglich
- Cala Mesquida (Nordosten): breite Bucht, Posidonia-Seegras, ruhig außerhalb der Hochsaison
- Cala Torta (Nordosten): abgelegen, wenig Betrieb, klares Wasser
- El Toro (Südwesten): Meeresreservat, auch für erfahrene Schnorchler mit Schwimmflossen geeignet
Ausrüstung fürs Schnorcheln: Was braucht man wirklich?
Für das Schnorcheln in den Buchten Mallorcas reicht eine einfache Grundausstattung. Am wichtigsten ist eine gut sitzende Maske ohne Leckage – eine schlecht sitzende Maske verdirbt das gesamte Erlebnis. Schnorchel und Flossen ergänzen die Ausrüstung sinnvoll. Vollgesichtsmasken, die Maske und Schnorchel kombinieren, sind praktisch für Einsteiger, haben aber Einschränkungen bei starker körperlicher Aktivität. Ein kurzer Neoprenanzug oder ein Lycra-Anzug schützt vor Sonnenbrand und leichten Schürfwunden an Felsen – besonders empfehlenswert für längere Schnorchelausflüge.
Ausrüstung lässt sich in nahezu allen Badeorten Mallorcas leihen oder kaufen. Wer häufiger schnorchelt, investiert besser in eine eigene Maske, da Leihmasken oft nicht optimal passen. Unterwasserkameras oder wasserdichte Handyhüllen ermöglichen schöne Erinnerungsfotos – ein Stativ oder ein Saugnapfhalter für das Smartphone ist eine günstige Alternative zur teuren Unterwasserkamera.
Verhaltensregeln beim Schnorcheln: Meeresschutz ernst nehmen
Die mallorquinischen Meeresschutzgebiete sind empfindliche Ökosysteme. Beim Schnorcheln gilt: nichts berühren, nichts mitnehmen, nichts füttern. Das Berühren von Korallen, Schwämmen oder Seegras verursacht Schäden, die sich über Jahre nicht erholen. Sonnencreme mit chemischen UV-Filtern ist in vielen Schutzgebieten problematisch – mineralische Sonnencreme (mit Zinkoxid oder Titandioxid) ist die umweltfreundlichere Alternative. In ausgewiesenen Schutzgebieten wie Cabrera oder dem Meeresreservat El Toro gelten besondere Regeln; Informationen dazu gibt es bei den jeweiligen Tauchbasen oder beim Nationalparkbüro.
Tauchbasen und Tauchschulen auf Mallorca: Orientierung und Auswahl
Auf Mallorca sind Tauchbasen in nahezu allen größeren Urlaubsorten vertreten. Die Konzentration ist besonders hoch in Cala Ratjada, Port de Pollença, Alcúdia, Cala d'Or, Port de Sóller und im Großraum Palma. Viele dieser Schulen sind auf deutschsprachige Gäste eingestellt und bieten Kurse sowie Tauchgänge auf Deutsch an – ein klarer Vorteil für Urlauber aus dem deutschsprachigen Raum.
Worauf bei der Auswahl einer Tauchschule achten?
- Zertifizierung: PADI oder SSI sind die weltweit anerkannten Standards – auf das entsprechende Logo achten
- Gruppengrößen: Kleinere Gruppen (maximal 4–6 Taucher pro Guide) bedeuten mehr Sicherheit und bessere Betreuung
- Ausrüstungszustand: Atemregler, Jackets und Neoprenanzüge sollten gepflegt und regelmäßig gewartet sein
- Deutschsprachige Guides: In vielen Schulen Standard, aber vorab nachfragen
- Bootszustand und Sicherheitsausrüstung: Sauerstoffausrüstung und Erste-Hilfe-Ausrüstung sollten an Bord sein
- Bewertungen: Aktuelle Rezensionen auf Reiseplattformen geben einen guten Eindruck der Servicequalität
- Stornobedingungen: Bei schlechtem Wetter oder Seegang sollte eine kostenlose Umbuchung möglich sein
Tauchgänge buchen: Vorab oder vor Ort?
In der Hochsaison – besonders Juli und August – empfiehlt sich eine Vorabreservierung, da beliebte Ausflüge zu Cabrera oder El Toro schnell ausgebucht sind. Außerhalb der Hochsaison ist eine spontane Buchung vor Ort meist problemlos möglich. Viele Tauchschulen haben eine eigene Website oder sind über Buchungsplattformen erreichbar. Wer einen mehrtägigen Tauchkurs plant, sollte diesen spätestens einige Wochen vor der Abreise reservieren, um den gewünschten Starttermin zu sichern.
Das Meeresschutzgebiet um die Insel El Toro im Südwesten gilt als einer der fischreichsten Tauchspots Mallorcas – ideal auch für erfahrene Schnorchler, die ohne Tauchschein spektakuläre Unterwasserbegegnungen suchen.
Sicherheit beim Tauchen und Schnorcheln: Was man wissen sollte
Tauchen ist ein sicherer Sport, wenn die grundlegenden Regeln eingehalten werden. Die wichtigste Regel: niemals alleine tauchen. Das Buddy-System – immer zu zweit oder in einer Gruppe mit Guide – ist Standard in allen seriösen Tauchschulen. Beim Schnorcheln gilt dasselbe Prinzip: Alleine in abgelegenen Buchten zu schnorcheln birgt unnötige Risiken.
Gesundheitliche Voraussetzungen fürs Tauchen
Vor dem ersten Tauchgang – ob Schnuppertauchen oder Kurs – wird ein Gesundheitsfragebogen ausgefüllt. Bestimmte Erkrankungen können das Tauchen ausschließen oder erfordern ein ärztliches Attest: dazu gehören Herzerkrankungen, unkontrolliertes Asthma, Epilepsie, schwere Lungenerkrankungen und bestimmte Medikamente. Wer unsicher ist, sollte vorab einen Arzt konsultieren. Schwangere sollten auf das Tauchen verzichten. Für das Schnorcheln gelten deutlich weniger Einschränkungen, aber auch hier gilt: bei Unsicherheiten ärztlichen Rat einholen.
Taucherkrankheit und Dekompressionsstopps
Die Taucherkrankheit (Dekompressionskrankheit) entsteht, wenn beim Auftauchen zu wenig Zeit für die Ausgasung von Stickstoff eingehalten wird. Moderne Tauchcomputer und die Einhaltung von Sicherheitsstopps (in der Regel 3 Minuten bei 5 Metern Tiefe) reduzieren dieses Risiko erheblich. Auf Mallorca gibt es Druckkammern in Palma de Mallorca, die im Notfall erreichbar sind. Nach Tauchgängen sollte man mindestens 12 bis 24 Stunden warten, bevor man einen Flug antritt – der Druckabfall im Flugzeug kann eine latente Dekompressionskrankheit auslösen.
Strömungen, Seegang und Wetterbedingungen
Das Mittelmeer rund um Mallorca ist im Sommer meist ruhig, kann aber bei Tramuntana-Wind (Nordwind) oder Levante (Ostwind) schnell unruhig werden. Seriöse Tauchschulen sagen Ausflüge bei schlechten Wetterbedingungen ab und bieten Alternativen an. Beim eigenständigen Schnorcheln in abgelegenen Buchten sollte man die Wettervorhersage im Blick behalten und bei auffrischendem Wind frühzeitig das Wasser verlassen. Strömungen sind im Mittelmeer generell schwächer als im Atlantik, können aber an exponierten Kaps und Einfahrten zu Buchten lokal stark sein.
- Niemals alleine tauchen oder schnorcheln – immer mit Begleitung
- Gesundheitsfragebogen ehrlich ausfüllen und bei Unsicherheiten Arzt konsultieren
- Sicherheitsstopp bei 5 m für 3 Minuten beim Auftauchen einhalten
- Tauchcomputer verwenden und Tauchtabellen kennen
- Mindestens 12–24 Stunden nach dem letzten Tauchgang vor dem Flug warten
- Wettervorhersage prüfen – bei Tramuntana oder starkem Levante Ausflüge verschieben
- Schutzausrüstung tragen: Neopren schützt vor Unterkühlung und Schürfwunden
- Meeresschutzgebiete respektieren: nichts berühren, nichts entnehmen
Für wen eignet sich Tauchen und Schnorcheln auf Mallorca?
Das Angebot auf Mallorca ist so breit gefächert, dass es für nahezu jede Zielgruppe etwas Passendes gibt – von der Familie mit Kindern über Paare auf Aktivurlaub bis hin zu erfahrenen Tauchern, die neue Spots entdecken wollen.
Familien mit Kindern
Familien profitieren vom breiten Schnorchelangebot in ruhigen, flachen Buchten wie Cala Mondragó oder Cala Mesquida. Kinder ab etwa 10 bis 12 Jahren können am Schnuppertauchen teilnehmen – ein unvergessliches Erlebnis, das viele Kinder begeistert. Tauchschulen mit Kinderprogrammen sind auf Mallorca keine Seltenheit; eine vorherige Anfrage lohnt sich. Das Schnorcheln mit Kindern in flachen Buchten ist ab etwa 5 bis 6 Jahren problemlos möglich, wenn ein Erwachsener dabei ist.
Einsteiger und Nicht-Schwimmer
Auch wer kein geübter Schwimmer ist, kann das Schnorcheln in ruhigen Buchten mit Schwimmweste oder Schnorchelweste ausprobieren. Für das Tauchen sind grundlegende Schwimmkenntnisse Voraussetzung. Einsteiger ohne jegliche Erfahrung sind beim Schnuppertauchen in besten Händen – der Tauchlehrer ist die gesamte Zeit dabei und übernimmt die Führung.
Erfahrene Taucher
Für zertifizierte Taucher mit Erfahrung bietet Mallorca anspruchsvolle Spots: die Tieftauchgänge in Cabrera, die Höhlensysteme bei Canyamel, die Wracks vor Palma und die Steilwände im Nordosten. Wer Nitrox-zertifiziert ist, kann die Tauchzeit an tieferen Spots verlängern. Technische Taucher finden in den Höhlensystemen der Insel spannende Herausforderungen, sollten aber nur mit entsprechender Spezialisierung und in Begleitung erfahrener lokaler Guides tauchen.
Alleinreisende und Gruppen
Tauchschulen auf Mallorca nehmen sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen auf. Alleinreisende werden in der Regel einer Gruppe zugeteilt – eine gute Möglichkeit, andere Taucher kennenzulernen. Für Gruppen lohnt sich eine Anfrage nach Gruppenrabatten; viele Schulen bieten bei Buchungen ab 4 bis 6 Personen günstigere Konditionen.
Anreise zu den Tauchspots: Wie kommt man hin?
Die meisten Tauchspots auf Mallorca sind entweder direkt vom Strand aus zugänglich (Shore Diving) oder werden per Boot angesteuert. Die Wahl hängt vom jeweiligen Spot und der gebuchten Tauchschule ab.
Shore Diving: Direkt vom Strand ins Wasser
Viele Spots entlang der Küste – besonders in den Felsbuchten des Südostens und Nordens – sind direkt vom Ufer aus erreichbar. Das spart Bootsgeld und ermöglicht flexible Zeiteinteilung. Für das Schnorcheln ist Shore Diving die häufigste Variante. Beim Tauchen vom Strand aus sollte man auf den Einstieg achten: Felsiger Untergrund kann rutschig sein, und das Anlegen der Ausrüstung im Wasser erfordert etwas Übung.
Bootsausflüge: Zugang zu den besten Spots
Die attraktivsten Tauchgebiete – Cabrera, El Toro, die Höhlen bei Canyamel und die Wracks vor Palma – sind nur per Boot erreichbar. Tauchschulen organisieren Tagesausflüge mit eigenem Boot, inklusive Ausrüstung, Guide und oft auch Verpflegung. Die Fahrt zum Nationalpark Cabrera ab Colònia de Sant Jordi dauert etwa 45 Minuten; Colònia de Sant Jordi liegt rund 60 Kilometer südöstlich von Palma und ist mit dem Auto oder Mietfahrzeug gut erreichbar.
Mietauto und öffentliche Verkehrsmittel
Ein Mietauto ist die bequemste Möglichkeit, die verschiedenen Tauchspots auf Mallorca zu erkunden. Die Insel ist gut ausgebaut, und selbst abgelegene Buchten wie Cala Torta oder Cala Deià sind mit einem normalen PKW erreichbar – manchmal über kurvenreiche Bergstraßen. Öffentliche Busse verbinden die größeren Orte, sind aber für spontane Ausflüge zu abgelegenen Calas weniger geeignet. Wer in einem Urlaubsort mit Tauchschule wohnt, kann oft direkt vom Hotel oder der Unterkunft aus zur Tauchbasis laufen.
Kombination mit anderen Aktivitäten: Mehr als nur Tauchen
Ein Tauchurlaub auf Mallorca muss sich nicht auf das Wasser beschränken. Die Insel bietet eine Fülle von Aktivitäten, die sich hervorragend mit Tauchen und Schnorcheln kombinieren lassen – und die an Tagen mit schlechtem Wetter oder nach dem Tauchen eine sinnvolle Alternative bieten.
Wandern in der Tramuntana
Das UNESCO-Welterbe Sierra de Tramuntana im Nordwesten Mallorcas bietet spektakuläre Wanderwege mit Blick auf das Meer. Der GR 221, auch bekannt als Ruta de Pedra en Sec, führt über mehrere Tagesetappen durch die Bergdörfer Valldemossa, Deià und Sóller. Nach einem Morgen-Tauchgang in Port de Sóller lässt sich der Nachmittag gut mit einer Wanderung oder einer Fahrt mit der historischen Straßenbahn von Sóller nach Palma verbinden.
Kajakfahren und Stand-up-Paddling
Seekajak und Stand-up-Paddling (SUP) ergänzen das Schnorcheln ideal: Mit dem Kajak lassen sich abgelegene Buchten erreichen, die zu Fuß nicht zugänglich sind, und vom SUP-Board aus hat man eine hervorragende Sicht in das klare Wasser. Viele Küstenorte bieten Kajak- und SUP-Verleih an, und geführte Touren kombinieren oft Paddeln mit Schnorchelpausen.
Bootstouren und Segelausflüge
Halbtagige oder ganztägige Bootstouren entlang der Küste sind eine entspannte Möglichkeit, mehrere Schnorchelspots an einem Tag zu erkunden. Viele Anbieter kombinieren Segeln oder Motorboot mit Schnorchelpausen in ausgewählten Buchten. Besonders beliebt sind Touren entlang der Nordküste zwischen Port de Pollença und Formentor sowie Ausflüge entlang der Südostküste zu den Calas bei Santanyí.
Kulinarik nach dem Tauchgang
Nach einem Tauchgang oder Schnorchelausflug ist der Hunger meist groß. Mallorca bietet eine hervorragende Küche mit starkem Meeresfrüchte-Fokus. Frischer Fisch, Gambas al ajillo, Caldereta de langosta (Hummersuppe) und Ensaimada zum Nachtisch sind typische Gerichte, die in den Restaurants der Küstenorte zu finden sind. In Fischerorten wie Cala Figuera, Port de Pollença oder Portocolom gibt es kleine Restaurants direkt am Hafen, die frischen Fang des Tages servieren.
Kosten und Preise: Was kostet Tauchen und Schnorcheln auf Mallorca?
Die Kosten für Tauchen und Schnorcheln auf Mallorca variieren je nach Anbieter, Saison und Leistungsumfang. Die folgenden Angaben sind Orientierungswerte, die sich je nach Tauchschule, Gruppengröße und Inklusivleistungen unterscheiden können.
| Leistung | Preis (Orientierung) | Hinweise |
|---|---|---|
| Schnuppertauchen | 50–90 Euro | Inkl. Ausrüstung und Guide, ca. 1–2 Stunden |
| Geführter Tauchgang (zertifiziert) | 35–60 Euro | Ohne Ausrüstung günstiger, mit Ausrüstung teurer |
| Bootsausflug Cabrera (Tauchen) | 80–130 Euro | Inkl. Boot, Guide, oft 2 Tauchgänge |
| Open-Water-Kurs (PADI/SSI) | 300–450 Euro | Inkl. Material, Pool und Freiwassertauchgänge |
| Advanced Open Water Kurs | 200–350 Euro | Aufbaukurs für zertifizierte Taucher |
| Schnorchel-Ausrüstung leihen | 5–15 Euro/Tag | Maske, Schnorchel, Flossen |
| Schnorchel-Bootstour | 30–60 Euro | Halbtagestour mit mehreren Stops |
| Neoprenanzug leihen | 10–20 Euro/Tag | 3 mm oder 5 mm je nach Saison |
Wer mehrere Tauchgänge plant, lohnt es sich, nach Paketpreisen zu fragen. Viele Tauchschulen bieten Pakete mit 5 oder 10 Tauchgängen zu reduzierten Preisen an. Für Familien gibt es oft Kinderrabatte beim Schnuppertauchen. Die Hochsaison (Juli/August) ist tendenziell teurer als die Schulterzeit (Mai/Juni und September/Oktober).
Das Schnorcheln in den öffentlichen Buchten der Insel ist natürlich kostenlos – lediglich die Ausrüstung muss mitgebracht oder geliehen werden. Wer die eigene Maske und Flossen mitbringt, spart die Leihgebühr und hat zudem den Komfortvorteil einer optimal angepassten Ausrüstung.
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
Auch erfahrene Urlauber machen beim Tauchen und Schnorcheln auf Mallorca typische Fehler, die das Erlebnis trüben oder im schlimmsten Fall gefährlich werden können. Die folgenden Punkte helfen, die häufigsten Stolperfallen zu umgehen.
- Zu spät buchen: In der Hochsaison sind beliebte Ausflüge zu Cabrera oder El Toro schnell ausgebucht – frühzeitig reservieren
- Falsche Ausrüstung: Eine schlecht sitzende Leihmaske ruiniert den Schnorchelausflug – eigene Maske mitbringen oder sorgfältig anpassen lassen
- Sonnenbrand ignorieren: Im Wasser ist die UV-Belastung durch Reflexion erhöht – wasserfeste Sonnencreme (mineralisch) auftragen, Rücken und Nacken schützen
- Zu früh fliegen: Nach dem letzten Tauchgang mindestens 12–24 Stunden warten – Dekompressionskrankheit durch Druckabfall im Flugzeug ist real
- Schutzgebiete missachten: In Cabrera und El Toro gelten strenge Regeln – Fische füttern, Korallen berühren und Muscheln mitnehmen ist verboten und kann mit Bußgeldern geahndet werden
- Alleine schnorcheln: Auch in flachen Buchten sollte man nie alleine ins Wasser – immer mit Begleitung oder zumindest mit Sichtkontakt zum Ufer
- Wetterlage ignorieren: Tramuntana-Wind kann die See schnell aufwühlen – Wettervorhersage prüfen und bei Warnung Ausflug verschieben
- Gesundheitliche Einschränkungen verschweigen: Beim Schnuppertauchen den Gesundheitsfragebogen ehrlich ausfüllen – im Zweifelsfall vorab zum Arzt
Häufige Fragen
Wo sind die besten Tauchspots auf Mallorca? +
Zu den besten Tauchspots zählen der Nationalpark Cabrera im Süden mit bis zu 500 Arten und exzellenter Sicht, das Meeresreservat El Toro im Südwesten mit Doraden und Oktopussen, die Höhlensysteme bei Canyamel im Nordosten sowie die Wracks und Steilwände rund um Palma. Für Schnorchler sind die Felsbuchten im Südosten rund um Santanyí besonders empfehlenswert.
Braucht man für das Tauchen auf Mallorca einen Tauchschein? +
Für das Schnuppertauchen ist kein Tauchschein erforderlich – ein Tauchlehrer begleitet den gesamten Tauchgang. Wer selbstständig tauchen möchte, benötigt mindestens den Open-Water-Diver-Schein (PADI oder SSI). Dieser kann direkt auf Mallorca in etwa 3 bis 4 Tagen erworben werden. Für das Schnorcheln ist keinerlei Zertifizierung notwendig.
Wann ist die beste Zeit zum Tauchen auf Mallorca? +
Die Hauptsaison läuft von Mai bis Oktober. September gilt als besonders attraktiv: Das Wasser hat mit 24 bis 26 Grad die Sommerwärme gespeichert, die Sichtweiten erreichen oft 20 bis 30 Meter, und die Spots sind weniger überfüllt als im Hochsommer. Für Familien und Einsteiger sind Juli und August ideal, da das Wasser am wärmsten ist.
Was sieht man beim Tauchen und Schnorcheln auf Mallorca? +
Typische Begegnungen sind Zackenbarsche, Doraden, Barrakudaschwärme, Oktopusse, Congeraale, Muränen und Seesterne. In Schutzgebieten wie Cabrera sind die Tiere besonders groß und wenig scheu. Gelegentlich werden auch Seepferdchen gesichtet. Fächerkorallen und Posidonia-Seegraswiesen prägen die Unterwasserlandschaft.
Ist Tauchen auf Mallorca auch für Kinder geeignet? +
Ja. Kinder ab etwa 10 bis 12 Jahren können am Schnuppertauchen teilnehmen, das von einem Tauchlehrer begleitet wird und auf maximal 12 Meter Tiefe begrenzt ist. Für den vollständigen Open-Water-Kurs gilt in der Regel ein Mindestalter von 15 Jahren. Das Schnorcheln in flachen Buchten ist bereits für jüngere Kinder ab etwa 5 bis 6 Jahren möglich, wenn ein Erwachsener dabei ist.
Was ist El Toro und warum ist es besonders? +
El Toro ist eine kleine Insel vor der Küste von Calvià im Südwesten Mallorcas, umgeben von einem Meeresschutzgebiet. Da Fischerei und andere Eingriffe hier stark eingeschränkt sind, hat sich eine außergewöhnlich hohe Fischbiomasse entwickelt. Doraden, Oktopusse, Congeraale und gelegentlich Seepferdchen machen El Toro zu einem der attraktivsten Spots für Taucher und erfahrene Schnorchler.
Wie weit im Voraus sollte man Tauchausflüge auf Mallorca buchen? +
In der Hochsaison (Juli/August) empfiehlt sich eine Buchung mindestens 1 bis 2 Wochen im Voraus, besonders für Bootsausflüge zum Nationalpark Cabrera, die oft schnell ausgebucht sind. Mehrtägige Tauchkurse sollten idealerweise 3 bis 4 Wochen vor dem Urlaub reserviert werden. In der Schulterzeit (Mai/Juni, September/Oktober) sind kurzfristige Buchungen meist problemlos möglich.
Wie lange muss man nach dem Tauchen warten, bevor man fliegt? +
Nach dem letzten Tauchgang sollte man mindestens 12 Stunden warten, bevor man einen Flug antritt. Nach mehreren Tauchgängen an aufeinanderfolgenden Tagen oder nach Tauchgängen über 30 Meter Tiefe empfehlen die meisten Taucherverbände eine Wartezeit von 24 Stunden. Der Druckabfall im Flugzeug kann eine latente Dekompressionskrankheit auslösen – diese Regel sollte man ernst nehmen.