Die Straße ans Kap
Eine kurvenreiche Panoramastraße führt vom Aussichtspunkt Mirador des Colomer bis zum Leuchtturm an der Spitze. Unterwegs öffnen sich immer neue Blicke auf Klippen, Buchten und das tiefblaue Meer.
Auf halbem Weg lädt der Pinienstrand von Formentor zum Baden ein.
Anfahrt im Sommer
In der Hochsaison ist die Zufahrt mit dem eigenen Auto zeitweise gesperrt – dann verkehrt ein Shuttlebus ab Port de Pollença. Früh morgens oder am späten Nachmittag ist es am ruhigsten.
💡 Insider-Tipp
Komm zum Sonnenaufgang oder spät am Nachmittag – dann ist die Straße leerer und das Licht über den Klippen am schönsten.
Lage & Charakter: Was ist das Cap Formentor?
Das Cap Formentor bildet die nördlichste Spitze Mallorcas und schließt die gleichnamige Halbinsel ab, die sich vom Haferort Port de Pollença aus in nordöstlicher Richtung ins Meer schiebt. Geografisch gehört das Kap zur Serra de Tramuntana, jenem Gebirgszug, der die gesamte Nordwestküste der Insel prägt und seit 2011 als UNESCO-Kulturlandschaft ausgezeichnet ist. Die Halbinsel selbst ist kaum breiter als ein paar hundert Meter, dafür umso dramatischer: Auf beiden Seiten fallen die Klippen bis zu 400 Meter senkrecht ins Meer ab, während im Inneren Pinien und Macchia die kargen Felsen bedecken.
Was das Cap Formentor von anderen Aussichtspunkten Mallorcas unterscheidet, ist die Kombination aus Wildheit und Zugänglichkeit. Einerseits wirkt die Landschaft urweltlich und kaum bezwingbar – andererseits führt eine gut ausgebaute Asphaltstraße bis zum Leuchtturm an der Spitze. Diese Straße, die Ma-2210, ist gleichzeitig Hauptattraktion und größte logistische Herausforderung des Ausflugs. Wer die Halbinsel bereist, sollte sich bewusst sein, dass er nicht nur ein Ziel ansteuert, sondern eine der schönsten Panoramastraßen des gesamten Mittelmeers befährt.
Formentor in Zahlen
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Lage | Nordspitze Mallorcas, Gemeinde Pollença |
| Halbinsellänge | ca. 20 km ab Port de Pollença |
| Kliffhöhe | bis zu 400 m über dem Meeresspiegel |
| Leuchtturmhöhe | ca. 119–159 m ü. M. |
| Reichweite des Leuchtturms | ca. 36 Seemeilen |
| Baujahr Leuchtturm | 1860–1863 (Ingenieur Emili Pou) |
| Straße | Ma-2210, ca. 20 km, schmal und kurvenreich |
| Eintritt | kostenlos |
| Empfohlene Besuchsdauer | halber Tag mit mehreren Stopps |
Die Halbinsel gehört administrativ zur Gemeinde Pollença im Nordosten Mallorcas. Das nächstgelegene Dorf ist Port de Pollença, das rund neun Kilometer vom Formentor-Strand und etwa zwanzig Kilometer vom Leuchtturm entfernt liegt. Von Palma de Mallorca aus beträgt die Fahrzeit auf der Autobahn und anschließend über Landstraßen etwa eine Stunde, je nach Verkehrslage im Sommer auch deutlich mehr.
Die Straße Ma-2210: Eine der spektakulärsten Küstenstraßen Europas
Die Ma-2210 ist die einzige Straßenverbindung zur Spitze der Halbinsel und gilt unter Straßenreisenden als eine der aufregendsten Küstenrouten Europas. Sie beginnt in Port de Pollença und windet sich auf rund zwanzig Kilometern durch eine Landschaft, die sich mit jeder Kurve neu erfindet: Mal öffnet sich der Blick auf die Bucht von Pollença, mal taucht man in schattige Pinienwälder ein, dann wieder steht man unvermittelt am Rand eines Abgrunds mit freiem Blick aufs offene Meer.
Geschichte der Straße
Der erste Abschnitt der Straße – von Port de Pollença bis zum Hotel Formentor, heute bekannt als Four Seasons Resort – wurde in den 1930er Jahren vom Ingenieur Antonio Parietti gebaut, der auch die berühmte Serpentinenstraße nach Sa Calobra entworfen hat. Ursprünglich diente die Trasse der Versorgung des damals neu erbauten Luxushotels. Der zweite Abschnitt, der bis zum Leuchtturm führt, folgte erst 1951 unter Ingenieur Mariano Pascual. Beide Bauabschnitte sind ingenieurtechnische Meisterleistungen: Auf engstem Raum wurden enge 180-Grad-Kehren in den Fels gesprengt, Steigungen von sieben bis zehn Prozent überwunden und Brücken über Schluchten gelegt.
Fahren auf der Ma-2210: Was erwartet einen?
Die Straße ist zwar durchgehend asphaltiert, aber schmal – an vielen Stellen passen zwei Fahrzeuge kaum aneinander vorbei. Wer mit einem normalen Mietwagen unterwegs ist, sollte besonders in den Kehren langsam fahren und auf entgegenkommende Busse achten. Radfahrer sind auf der Strecke häufig anzutreffen und genießen auf der Straße Vorrang; außerdem kreuzen gelegentlich Ziegen die Fahrbahn, was besonders in der Dämmerung zur Gefahr werden kann. Die reine Fahrzeit vom Ortszentrum Port de Pollença bis zum Leuchtturm beträgt ohne Stopps etwa 30 bis 40 Minuten. Mit den empfehlenswerten Pausen an den Aussichtspunkten sollte man mindestens einen halben Vormittag einplanen.
- Straßenbreite: schmal, stellenweise Einspurverkehr
- Steigung: 7–10 % auf mehreren Abschnitten
- Kurven: zahlreiche enge 180-Grad-Kehren
- Gesamtlänge: ca. 20 km ab Port de Pollença
- Fahrzeit ohne Stopps: ca. 30–40 Minuten
- Besondere Hindernisse: Radfahrer, Reisebusse, freilaufende Ziegen
- Straßenzustand: gut asphaltiert, aber keine Leitplanken an allen Abschnitten
Wer die Straße zum ersten Mal befährt, sollte die Fahrt nicht unterschätzen. Zwar ist sie keine technisch extreme Bergstraße, aber die Kombination aus Enge, Steigung, Gegenverkehr und atemberaubendem Ausblick kann ablenken. Besonders in den Morgenstunden, wenn das Licht noch weich ist und der Verkehr noch gering, lässt sich die Strecke am entspanntesten genießen.
Verkehrsbeschränkung im Sommer: Was man unbedingt wissen muss
Das Cap Formentor ist eines der meistbesuchten Ausflugsziele Mallorcas, und die schmale Halbinselstraße stößt im Hochsommer an ihre absoluten Grenzen. Um den Verkehrskollaps zu verhindern und die empfindliche Natur der Halbinsel zu schützen, gilt von Mitte Juni bis Mitte September eine strikte Zufahrtsbeschränkung für private Pkw.
Die Sommerregelung im Detail
In der Regel ist der Abschnitt ab dem Kontrollpunkt hinter dem Formentor-Strand für private Fahrzeuge – einschließlich Mietwagen – von etwa 10 bis 19 Uhr gesperrt. Wer in diesem Zeitfenster zum Leuchtturm möchte, muss auf den Shuttle-Bus umsteigen, der ab Port de Pollença fährt, oder die Strecke mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen. Die genauen Zeiten und Daten können sich von Jahr zu Jahr leicht verschieben; es empfiehlt sich, vor der Reise die aktuellen Angaben der Gemeindeverwaltung Pollença zu prüfen.
| Zeitraum | Zufahrt mit Pkw | Alternative |
|---|---|---|
| 15. Juni – 15. September, ca. 10–19 Uhr | Gesperrt für private Fahrzeuge | Shuttle-Bus ab Port de Pollença, Fahrrad, zu Fuß |
| 15. Juni – 15. September, vor 10 Uhr / nach 19 Uhr | Erlaubt (früh kommen!) | Parkplatz am Leuchtturm sehr klein (~20–30 Plätze) |
| Oktober – Mai (Nebensaison) | Frei zugänglich | Eigener Pkw empfohlen, Verkehr deutlich geringer |
| Wochenenden außerhalb Sperrzeit | Erlaubt, aber oft überfüllt | Frühzeitig starten, Parkplatz Strand als Alternative |
Der Shuttle-Bus: Praktische Informationen
Der Shuttle-Bus verkehrt im Sommer regelmäßig zwischen Port de Pollença und dem Leuchtturm und hält dabei auch am Mirador des Colomer und am Formentor-Strand. Die Fahrt ist komfortabler als gedacht: Man sitzt entspannt, muss sich nicht um Parkplätze kümmern und kann die Aussicht ohne Ablenkung genießen. Die Tickets sind in der Regel günstig und können vor Ort oder online erworben werden. Die genauen Abfahrtszeiten und Preise sollte man beim Tourismusbüro in Port de Pollença oder auf der offiziellen Website der Linie erfragen, da sie sich saisonal ändern.
Wer mit dem eigenen Fahrrad anreist oder eines in Port de Pollença leiht, kann die Halbinsel auch während der Sperrzeit befahren. Die Strecke ist allerdings sportlich: Rund 1.600 Höhenmeter Anstieg sind auf dem Weg zum Leuchtturm zu überwinden. Für geübte Radfahrer ist es eine der schönsten Touren der Insel, für Gelegenheitsradler eher eine Herausforderung.
Die Highlights: Was man am Cap Formentor sehen muss
Das Cap Formentor ist kein einzelner Aussichtspunkt, sondern eine ganze Abfolge von Erlebnissen, die sich über die gesamte Halbinsel verteilen. Wer nur auf den Leuchtturm zielt und alle anderen Stopps überspringt, verpasst einige der schönsten Momente der Strecke.
Mirador des Colomer – der berühmteste Blick
Etwa fünf Kilometer ab Port de Pollença und rund 232 Meter über dem Meeresspiegel liegt der Mirador des Colomer, auch Es Colomer genannt. Dieser Aussichtspunkt ist das wohl meistfotografierte Motiv der gesamten Insel Mallorca: Von hier aus blickt man auf den Islot Colomer, einen 170 Meter hohen Felszacken, der aus dem tiefblauen Wasser ragt, flankiert von senkrechten Klippen und umspielt von Wellen. Der Mirador wurde 1961 angelegt und 1968 mit einem kleinen Monument versehen; ein gesicherter Weg führt bis an die Kante, sodass man nah ans Geschehen herankommt, ohne sich in Gefahr zu begeben.
Der Islot Colomer selbst ist ein unbewohntes Felseiland, das heute als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist und als Brutplatz für Seevögel dient. Von oben lässt sich gut erkennen, wie die Klippen der Halbinsel fast senkrecht ins Meer fallen – ein Anblick, der selbst bei Sonnenschein ein leichtes Schwindeln erzeugt.
Talaia d'Albercutx – der ruhige Geheimtipp
Wer am Mirador des Colomer die Abzweigung nach rechts nimmt und einen kurzen, steilen Anstieg in Kauf nimmt, erreicht die Talaia d'Albercutx, einen alten Wachturm auf dem höchsten Punkt der Halbinsel. Der Turm stammt aus der Epoche der Küstenverteidigung gegen Piraten und bietet einen 360-Grad-Panoramablick, der seinesgleichen sucht: Im Norden liegt das offene Meer, im Süden die Bucht von Pollença, im Westen die Serra de Tramuntana. Dieser Aussichtspunkt ist deutlich weniger bekannt als der Mirador des Colomer und daher oft nahezu menschenleer – ein echter Vorteil für alle, die Ruhe suchen.
Far de Formentor – der Leuchtturm an der Spitze
Der Far de Formentor, der Leuchtturm an der nördlichsten Spitze Mallorcas, ist das Ziel aller, die die Halbinsel besuchen. Erbaut zwischen 1860 und 1863 nach Plänen des Ingenieurs Emili Pou, steht er auf einem Felsvorsprung auf etwa 119 bis 159 Metern Höhe und sendet sein Licht mit einer Reichweite von rund 36 Seemeilen über das Meer. Er ist damit der höchstgelegene Leuchtturm der Balearen. An besonders klaren Tagen – vor allem im Herbst und Winter – ist von hier aus die Silhouette Menorcas am Horizont zu erkennen.
Heute ist der Leuchtturm noch in Betrieb und nicht von innen zu besichtigen, aber das Drumherum lädt zum Verweilen ein: Ein kleiner Parkplatz mit nur rund 20 bis 30 Stellplätzen, eine Bar, von der aus man direkt auf die Klippen blickt, und ein Souvenirladen befinden sich am Fuß des Turms. Der Weg vom Parkplatz bis zur Turmplattform dauert nur wenige Minuten zu Fuß und ist für alle Altersgruppen geeignet.
Creu del Pas und weitere Aussichtspunkte
Auf dem Weg zum Leuchtturm passiert man mehrere weitere Aussichtspunkte, die einen kurzen Stopp lohnen. Der Creu del Pas bietet einen weiten Blick über die Bucht von Pollença und bei guter Sicht bis nach Alcúdia. Die Buchten Cala Figuera und Cala Murta sind von der Straße aus von oben einsehbar und zeigen, wie unberührt die Küste der Halbinsel abseits des Strandes geblieben ist.
Platja de Formentor – der schönste Strand im Norden
Etwa neun Kilometer ab Port de Pollença, kurz bevor die Straße richtig steil wird, liegt die Platja de Formentor, einer der schönsten Strände Mallorcas und des gesamten Mittelmeers. Pinien wachsen bis ans Wasser, der Sand ist fein und hell, das Wasser flach und klar. Der Strand liegt in einer geschützten Bucht und ist daher auch bei Wind oft ruhig. Strandbars, Duschen, Liegen und eine Surfschule machen ihn zu einem vollwertigen Badeort. In unmittelbarer Nähe liegt das legendäre Hotel Formentor, heute als Four Seasons Resort bekannt, das in den 1930er Jahren zu den exklusivsten Adressen Europas zählte und Gäste wie Charlie Chaplin, Audrey Hepburn und Winston Churchill empfing.
Im Sommer ist auch die Zufahrt zum Strand für private Pkw eingeschränkt; Parken ist kostenpflichtig und die Kapazitäten sind begrenzt. Wer mit dem Shuttle-Bus oder per Boot anreist, umgeht diese Probleme elegant.
Anreise zum Cap Formentor: Alle Möglichkeiten im Überblick
Die Anreise zum Cap Formentor ist je nach Jahreszeit und persönlichen Vorlieben auf verschiedenen Wegen möglich. Jede Option hat ihre eigenen Vor- und Nachteile, und die Wahl hängt vor allem davon ab, ob man die Halbinsel in der Hochsaison oder in der Nebensaison besucht.
Mit dem eigenen Fahrzeug oder Mietwagen
Außerhalb der Sommersperrzeit (grob Oktober bis Mitte Juni) ist die Anfahrt mit dem eigenen Pkw oder Mietwagen die flexibelste Option. Die Route führt über Port de Pollença auf die Ma-2210. Von Palma aus nimmt man die Autobahn Ma-13 Richtung Inca und weiter nach Pollença, dann folgt man den Schildern nach Port de Pollença und schließlich nach Formentor. Die Gesamtfahrzeit ab Palma beträgt unter normalen Bedingungen etwa eine Stunde. Der Parkplatz am Leuchtturm fasst nur rund 20 bis 30 Fahrzeuge; wer nicht ganz früh startet, findet dort keinen Platz mehr. Der Strand-Parkplatz ist größer und dient als Alternative, von dort aus ist der Leuchtturm aber noch einige Kilometer entfernt.
Mit dem Shuttle-Bus im Sommer
Der Shuttle-Bus ist während der Hochsaison die bequemste und stressfreieste Art, das Kap zu erreichen. Er startet in Port de Pollença, hält am Mirador des Colomer und am Formentor-Strand und fährt bis zum Leuchtturm. Die Busse fahren in der Regel in kurzen Abständen und sind gut ausgelastet; frühes Erscheinen an der Haltestelle ist ratsam. Tickets sind meist vor Ort oder online erhältlich.
Per Boot – die maritime Alternative
Eine besonders schöne Möglichkeit, die Halbinsel zu erleben, ist die Anreise per Boot. Von Port de Pollença und Port d'Alcúdia starten regelmäßig Bootstouren zum Cap Formentor, die die Küste von der Seeseite zeigen – eine Perspektive, die von der Straße aus niemals möglich ist. Die Touren dauern in der Regel etwa zweieinhalb Stunden ab Abfahrt und beinhalten oft Badestopps in der Cala Figuera oder an der Platja de Formentor. Wer die Klippen aus der Froschperspektive erleben möchte, ist mit einer Bootstour bestens bedient.
Mit dem Fahrrad
Für sportlich ambitionierte Besucher ist die Radtour zum Cap Formentor ein unvergessliches Erlebnis. Die Strecke ab Port de Pollença ist rund zwanzig Kilometer lang und überwindet etwa 1.600 Höhenmeter – ein anspruchsvoller, aber lohnender Anstieg. Fahrräder können in Port de Pollença gemietet werden. Während der Sommersperrzeit dürfen Radfahrer die Strecke auch tagsüber befahren, was die Tour zum einzigen Weg macht, die Halbinsel in aller Ruhe zu erkunden.
Organisierte Touren
Wer sich die Planung ersparen möchte, findet ein breites Angebot an geführten Touren. Beliebt sind etwa Open-Top-Bustouren ab Port d'Alcúdia, die rund vier Stunden dauern und neben dem Mirador des Colomer auch einen Strandstopp und eine kurze Bootsfahrt einschließen. Solche Kombitouren sind besonders für Erstbesucher und Familien mit Kindern eine gute Wahl.
| Anreiseart | Dauer ab Port de Pollença | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Eigener Pkw / Mietwagen | ca. 30–40 Min. | Flexibel, jederzeit | Im Sommer gesperrt, kaum Parkplätze |
| Shuttle-Bus | ca. 40–50 Min. | Stressfrei, kein Parken | Nur im Sommer, Fahrplan gebunden |
| Boot ab Port de Pollença | ca. 2,5 Std. Rundtour | Einmalige Küstenperspektive | Kein Zugang zum Leuchtturm |
| Fahrrad | ca. 1,5–2,5 Std. | Ganzjährig, auch in Sperrzeit | Sehr sportlich, 1.600 Hm |
| Organisierte Tour | ca. 4 Std. Kombi | Rundum-Paket, kein Stress | Weniger flexibel, Gruppenformat |
Beste Reisezeit: Wann lohnt sich der Besuch am meisten?
Das Cap Formentor ist grundsätzlich das ganze Jahr über besuchenswert, aber die Erfahrung unterscheidet sich je nach Jahreszeit erheblich. Die Wahl des richtigen Zeitpunkts – sowohl im Jahresverlauf als auch innerhalb eines Tages – entscheidet darüber, ob man die Halbinsel in Ruhe und Schönheit erlebt oder im Gedränge der Hochsaison.
Monatsübersicht: Vor- und Nachteile
| Monat | Wetter | Besucheraufkommen | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Januar / Februar | Kühl, teils stürmisch, 10–14 °C | Sehr gering | Leuchtturm oft im Nebel, dramatische Stimmung, freie Straße |
| März / April | Mild, 15–20 °C, gelegentlich Regen | Gering bis mittel | Frühlingsblüte, grüne Halbinsel, kaum Verkehr |
| Mai | Warm, 20–24 °C, meist sonnig | Mittel | Ideal: gutes Wetter, noch keine Sperrung, wenig Gedränge |
| Juni | Heiß, ab 25 °C | Hoch, Sperrung ab Mitte Juni | Früh starten oder Shuttle nutzen |
| Juli / August | Sehr heiß, 28–35 °C | Sehr hoch, Sperrung ganztags | Nur Shuttle, Boot oder Rad; Sonnenaufgang empfohlen |
| September | Warm, 24–28 °C, Sperrung bis Mitte Sept. | Hoch | Zweite Hälfte: Sperrung endet, Wetter noch gut |
| Oktober | Angenehm, 18–23 °C | Mittel bis gering | Sehr empfehlenswert: Licht, Farben, freie Straße |
| November / Dezember | Kühl bis mild, 12–17 °C | Gering | Ruhig, teils Regen, aber atemberaubende Winterstimmung |
Die ideale Reisezeit für einen Besuch am Cap Formentor liegt im Mai, im frühen Juni sowie im Oktober. In diesen Monaten ist das Wetter warm und sonnig, die Straße ist frei befahrbar, und die Besucherzahlen halten sich in Grenzen. Wer im Hochsommer reist, sollte entweder sehr früh aufbrechen – der Sonnenaufgang am Cap Formentor gehört zu den schönsten Erlebnissen Mallorcas – oder den späten Nachmittag nutzen, wenn die Tagesbesucher abgereist sind und das Licht golden über den Klippen liegt.
Die beste Tageszeit
Unabhängig von der Jahreszeit gilt: Wer früh kommt, gewinnt. In den Morgenstunden vor neun Uhr ist die Straße nahezu leer, das Licht ist weich und fotografisch ideal, und die Parkplätze sind noch frei. Wer den Sonnenaufgang am Leuchtturm erleben möchte, muss je nach Jahreszeit zwischen fünf und sieben Uhr morgens in Port de Pollença starten. Der Aufwand lohnt sich: Die Halbinsel im ersten Tageslicht, mit Nebelschwaden über den Klippen und dem Leuchtturm im Gegenlicht, ist ein Anblick, der lange im Gedächtnis bleibt. Alternativ bietet der späte Nachmittag ab etwa 17 Uhr ebenfalls schönes Licht und deutlich weniger Verkehr als die Mittagsstunden.
Praktische Tipps für den Besuch
Ein Besuch am Cap Formentor erfordert etwas Planung, belohnt aber mit einem der eindrucksvollsten Naturerlebnisse Mallorcas. Die folgenden Tipps helfen dabei, häufige Fehler zu vermeiden und das Beste aus dem Ausflug herauszuholen.
Checkliste vor der Abfahrt
- Aktuelle Sperrzeit und Shuttle-Fahrplan prüfen (variiert je nach Saison und Jahr)
- Früh starten – idealerweise vor 9 Uhr, im Sommer noch früher
- Ausreichend Wasser und Snacks mitnehmen, Versorgung am Leuchtturm begrenzt
- Sonnenschutz, Kopfbedeckung und festes Schuhwerk einpacken
- Kamera oder Smartphone aufladen – Fotomotive gibt es im Überfluss
- Bargeld für Parkgebühren und Shuttle-Tickets bereithalten
- Wetterbericht checken: Bei starkem Wind können die Klippen gefährlich sein
- Tankfüllung prüfen – zwischen Port de Pollença und dem Leuchtturm gibt es keine Tankstelle
Parken am Cap Formentor
Der Parkplatz direkt am Leuchtturm ist winzig und fasst nur etwa 20 bis 30 Fahrzeuge. Wer nicht vor neun Uhr morgens ankommt, findet dort in der Regel keinen freien Platz mehr. Der Parkplatz an der Platja de Formentor ist deutlich größer und dient als Ausgangspunkt für alle, die den Strand besuchen oder von dort aus weiterwandern möchten. Im Sommer ist das Parken am Strand kostenpflichtig; die Gebühren sind moderat, aber man sollte Kleingeld oder eine Karte bereithalten.
Sicherheit an den Klippen
Die Klippen des Cap Formentor sind eindrucksvoll, aber auch gefährlich. An vielen Stellen gibt es keine Absperrungen, und der Untergrund kann bei Nässe rutschig sein. Wer zu den Aussichtspunkten geht, sollte sich an die markierten Wege halten und nicht über Absperrungen klettern. Kinder sollten stets beaufsichtigt werden. Bei starkem Wind – der an der Nordspitze Mallorcas keine Seltenheit ist – ist besondere Vorsicht geboten.
Gastronomie und Versorgung
Am Leuchtturm gibt es eine kleine Bar, die einfache Getränke, Kaffee und Snacks anbietet – ideal für eine kurze Pause nach der Anfahrt. Der Formentor-Strand verfügt über Strandbars mit einem etwas breiteren Angebot. Wer eine richtige Mahlzeit plant, sollte diese in Port de Pollença einnehmen, das über eine gute Auswahl an Restaurants und Cafés verfügt. Der Passeig dels Pins, die von Pinien gesäumte Uferpromenade des Ortes, ist ein schöner Ort für ein Abendessen nach dem Ausflug.
Kosten und Budget
Der Eintritt zum Cap Formentor ist kostenlos – weder für den Leuchtturm noch für die Aussichtspunkte wird eine Gebühr erhoben. Kosten entstehen durch Parken (in der Regel einige Euro pro Stunde oder Tag), den Shuttle-Bus (Tickets in der Regel im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Euro-Bereich pro Person) und eventuelle Bootstouren (je nach Anbieter und Dauer etwa 15 bis 40 Euro pro Person). Wer mit dem eigenen Fahrzeug außerhalb der Sperrzeit anreist und früh genug kommt, um kostenlos zu parken, hat den Ausflug nahezu zum Nulltarif.
Wandern und Aktivitäten auf der Halbinsel
Das Cap Formentor ist nicht nur ein Ausflugsziel für Autofahrer und Fotografen – die Halbinsel bietet auch für Wanderer, Radfahrer und Wassersportler attraktive Möglichkeiten. Die Kombination aus Berglandschaft, Küste und mediterraner Vegetation macht sie zu einem der vielseitigsten Naturräume Mallorcas.
Wanderrouten auf der Halbinsel
Mehrere Wanderwege erschließen die Halbinsel abseits der Straße. Ein beliebter Weg führt vom Mirador des Colomer zur Talaia d'Albercutx; der Aufstieg ist kurz, aber steil und erfordert festes Schuhwerk. Von oben aus lässt sich die gesamte Halbinsel überblicken. Ein weiterer Weg verläuft entlang der Küste zwischen dem Formentor-Strand und der Cala Murta – eine ruhige Route durch Pinienwald mit gelegentlichen Meerblicken. Die Wege sind nicht immer ausgeschildert; eine Wanderkarte oder eine GPS-App ist empfehlenswert.
Schnorcheln und Schwimmen
Der Formentor-Strand ist der ideale Ausgangspunkt für Schnorchler und Schwimmer. Das Wasser ist klar und sauber, der Einstieg flach und sanft. Wer die abgelegeneren Buchten wie die Cala Figuera erkunden möchte, kommt am besten per Boot oder Kajak dorthin – zu Fuß sind diese Buchten kaum erreichbar. Kajak- und SUP-Verleihe sind in Port de Pollença zu finden.
Vogelbeobachtung
Die Halbinsel Formentor ist ein bedeutendes Vogelschutzgebiet. Auf dem Islot Colomer brüten Eleonorenfalken, eine seltene Falkenart, die im Mittelmeerraum heimisch ist. Auch Schmutzgeier, Fischadler und verschiedene Zugvogelarten sind auf der Halbinsel zu beobachten. Vogelbeobachter sollten Fernglas und Geduld mitbringen und die frühen Morgenstunden nutzen, wenn die Vögel am aktivsten sind.
Fotografie
Das Cap Formentor ist eines der fotogensten Ziele Mallorcas und bietet zu jeder Tageszeit und in jeder Jahreszeit außergewöhnliche Motive. Der Mirador des Colomer mit dem Islot Colomer im Vordergrund ist das klassische Sujet, aber auch der Leuchtturm im Gegenlicht des Sonnenuntergangs, die Serpentinen der Ma-2210 von oben oder die Pinien am Strand liefern unvergessliche Aufnahmen. Für Landschaftsfotografen sind die Stunden kurz nach Sonnenaufgang und kurz vor Sonnenuntergang die goldene Zeit.
Umgebung: Was man in der Nähe von Cap Formentor erleben kann
Das Cap Formentor liegt in einer der schönsten Ecken Mallorcas, umgeben von weiteren sehenswerten Orten und Landschaften. Ein Tagesausflug lässt sich gut mit einem Besuch der Umgebung kombinieren.
Port de Pollença
Der Ausgangspunkt aller Formentor-Ausflüge ist gleichzeitig einer der angenehmsten Küstenorte im Norden Mallorcas. Port de Pollença ist ein ruhiger, familienfreundlicher Ferienort mit einer langen Uferpromenade – dem Passeig dels Pins, einem von alten Pinien gesäumten Spazierweg –, mehreren guten Restaurants und einem breiten, flachen Sandstrand. Der Ort hat eine lange Geschichte als Künstlerkolonie; Maler und Schriftsteller wie Josep Pla und der Dichter Costa i Llobera haben hier gelebt und gearbeitet.
Pollença – das Dorf auf dem Hügel
Etwa sechs Kilometer landeinwärts liegt das historische Dorf Pollença, das mit seiner Altstadt, dem Marktplatz und der berühmten Treppe mit 365 Stufen zum Kalvarienberg zu den schönsten Dörfern Mallorcas zählt. Der Wochenmarkt am Sonntag ist einer der belebtesten der Insel. Von der Kalvarienkirche oben auf dem Hügel hat man einen weiten Blick über die Ebene und zum Meer.
Alcúdia und die Bucht von Alcúdia
Südöstlich von Port de Pollença liegt die mittelalterliche Stadtmauer von Alcúdia, eine der am besten erhaltenen Befestigungsanlagen Mallorcas. Die angrenzende Bucht von Alcúdia mit ihrem kilometerlangen Sandstrand ist ideal für einen Badetag nach dem Formentor-Ausflug. Zwischen Port de Pollença und Port d'Alcúdia verkehren im Sommer regelmäßige Boote.
Sa Calobra und die Torrent de Pareis
Wer die Serra de Tramuntana weiter erkunden möchte, findet etwa 40 Kilometer südwestlich von Pollença die Schlucht Torrent de Pareis und den Strand von Sa Calobra – ebenfalls über eine spektakuläre Bergstraße erreichbar, die ebenfalls von Ingenieur Antonio Parietti entworfen wurde. Die Kombination aus Cap Formentor und Sa Calobra an einem Tag ist ambitioniert, aber möglich.
| Ort | Entfernung von Port de Pollença | Highlight |
|---|---|---|
| Platja de Formentor | ca. 9 km | Schönster Strand im Norden |
| Cap Formentor / Leuchtturm | ca. 20 km | Nordspitze Mallorcas, Panorama |
| Pollença (Dorf) | ca. 6 km | Altstadt, Kalvarienberg, Markt |
| Alcúdia | ca. 12 km | Mittelalterliche Stadtmauer, Strand |
| Sa Calobra | ca. 40 km | Schlucht Torrent de Pareis, Bergstraße |
| Palma de Mallorca | ca. 65 km | Kathedrale, Altstadt, Flughafen |
Für wen ist das Cap Formentor geeignet?
Das Cap Formentor ist ein Ausflugsziel, das sich an fast alle Reisenden richtet – mit einigen Einschränkungen und Empfehlungen je nach Reisegruppe.
Familien mit Kindern
Familien mit Kindern sind am Cap Formentor gut aufgehoben, solange man die richtigen Schwerpunkte setzt. Der Formentor-Strand mit seinem flachen, ruhigen Wasser ist ideal für Kinder. Die Aussichtspunkte sind für ältere Kinder und Jugendliche beeindruckend; bei kleinen Kindern ist an den Klippen besondere Aufsicht nötig. Die Shuttle-Bus-Fahrt im Sommer ist für Kinder ein Erlebnis für sich. Der Leuchtturm und die Aussicht begeistern auch jüngere Besucher.
Paare und Romantik-Reisende
Für Paare ist das Cap Formentor eines der romantischsten Ziele Mallorcas. Ein Sonnenaufgang am Leuchtturm, ein Picknick auf den Klippen oder ein Abendessen in Port de Pollença mit Blick auf die Bucht – die Halbinsel bietet zahlreiche unvergessliche Momente. Das Four Seasons Resort am Formentor-Strand ist für alle, die es luxuriös mögen, eine der exklusivsten Adressen der Insel.
Naturfotografen und Naturliebhaber
Für Naturfotografen und alle, die wilde Landschaften lieben, ist das Cap Formentor ein Pflichtprogramm. Die Kombination aus Klippen, Meer, Leuchtturm und mediterraner Vegetation bietet zu jeder Tages- und Jahreszeit außergewöhnliche Motive. Auch Vogelbeobachter kommen auf ihre Kosten.
Sportler und Aktivurlauber
Radfahrer, Wanderer und Wassersportler finden am Cap Formentor ein attraktives Betätigungsfeld. Die Radtour zum Leuchtturm ist eine der bekanntesten Routen Mallorcas, die Wanderwege bieten Abwechslung, und der Formentor-Strand eignet sich für Schnorcheln, SUP und Kajak.
Ältere Reisende und Menschen mit eingeschränkter Mobilität
Der Mirador des Colomer und der Leuchtturm sind mit dem Auto oder Bus gut erreichbar; der Weg vom Parkplatz zum Leuchtturm ist kurz und nicht steil. Der Formentor-Strand ist ebenfalls gut zugänglich. Wer auf Rollstuhl oder Gehhilfe angewiesen ist, sollte beachten, dass die Wege an den Klippen nicht barrierefrei sind und das Gelände uneben sein kann.
Häufige Fehler und was man besser vermeiden sollte
Viele Besucher kommen unvorbereitet ans Cap Formentor und erleben dadurch unnötigen Stress. Die folgenden Punkte helfen dabei, die häufigsten Fehler zu vermeiden.
- Zur falschen Zeit mit dem Auto anreisen: Im Sommer zwischen etwa 10 und 19 Uhr ist die Zufahrt für private Pkw gesperrt. Wer das nicht weiß, steht am Kontrollpunkt und muss umkehren.
- Nur den Leuchtturm ansteuern und alles andere überspringen: Der Mirador des Colomer, die Talaia d'Albercutx und der Formentor-Strand sind mindestens genauso sehenswert wie die Spitze selbst.
- Zur Mittagszeit ankommen: Zwischen 11 und 16 Uhr ist das Gedränge am größten, das Licht am härtesten und die Parkplätze sind längst voll.
- Ohne ausreichend Wasser und Sonnenschutz starten: Die Halbinsel bietet kaum Schatten abseits der Pinienwälder, und die Hitze im Sommer kann erschöpfend sein.
- Die Straße unterschätzen: Die Ma-2210 ist schmal und kurvenreich. Wer nicht konzentriert fährt oder zu schnell in die Kurven geht, riskiert Blechschäden oder Schlimmeres.
- Den Formentor-Strand für den Nachmittag aufheben und dann keinen Parkplatz mehr finden: Wer den Strand besuchen möchte, sollte entweder früh kommen oder per Boot oder Bus anreisen.
- Im Winter ohne Wettercheck fahren: Sturm und Regen können die Klippen gefährlich machen und die Aussicht zunichte machen. Ein Blick auf den Wetterbericht lohnt sich immer.
Wer diese Punkte im Hinterkopf behält und den Ausflug mit etwas Vorlaufzeit plant, wird das Cap Formentor als eines der schönsten Erlebnisse seiner Mallorca-Reise in Erinnerung behalten.
Häufige Fragen
Darf man im Sommer mit dem Auto zum Cap Formentor fahren? +
In der Regel nicht tagsüber. Von Mitte Juni bis Mitte September gilt eine Zufahrtsbeschränkung für private Pkw und Mietwagen von etwa 10 bis 19 Uhr. In diesem Zeitfenster ist nur der Shuttle-Bus ab Port de Pollença, das Fahrrad oder die eigenen Beine erlaubt. Außerhalb dieser Zeiten – also sehr früh morgens oder nach 19 Uhr – ist die Zufahrt auch im Sommer möglich, der Parkplatz am Leuchtturm fasst aber nur rund 20 bis 30 Fahrzeuge.
Wie lange dauert die Fahrt zum Leuchtturm Cap Formentor? +
Die Strecke von Port de Pollença bis zum Leuchtturm beträgt rund 20 Kilometer auf der Ma-2210. Ohne Stopps dauert die Fahrt etwa 30 bis 40 Minuten. Mit den empfehlenswerten Pausen am Mirador des Colomer, an der Talaia d'Albercutx und am Formentor-Strand sollte man mindestens einen halben Tag einplanen. Die Straße ist schmal und kurvenreich, weshalb man nicht zu schnell fahren sollte.
Ist die Straße zum Cap Formentor gefährlich? +
Die Ma-2210 ist anspruchsvoll, aber bei normaler Fahrweise gut zu bewältigen. Sie ist durchgehend asphaltiert, hat aber enge 180-Grad-Kehren, Steigungen von bis zu zehn Prozent und stellenweise keine Leitplanken. Gegenverkehr durch Reisebusse, Radfahrer und gelegentlich freilaufende Ziegen erfordern Aufmerksamkeit. Wer konzentriert und mit angepasster Geschwindigkeit fährt, wird keine Probleme haben.
Lohnt sich der Besuch am Cap Formentor auch in der Nebensaison? +
Ja, sogar besonders. In den Monaten Oktober bis Mai ist die Straße frei befahrbar, die Parkplätze sind leer, und die Landschaft zeigt sich in einem anderen Licht: Im Herbst leuchten die Farben besonders intensiv, im Winter kann Nebel über den Klippen eine fast mystische Stimmung erzeugen. Das Wetter ist kühler, aber für Spaziergänge und Fotografie oft ideal. Nur für ein Bad im Meer ist die Wassertemperatur außerhalb der Sommermonate zu frisch.
Kann man das Cap Formentor auch per Boot erreichen? +
Ja, und das ist sogar eine der schönsten Möglichkeiten, die Halbinsel zu erleben. Von Port de Pollença und Port d'Alcúdia starten regelmäßig Bootstouren, die die Küste von der Seeseite zeigen – eine Perspektive, die von der Straße aus nicht möglich ist. Die Touren dauern in der Regel etwa zweieinhalb Stunden und beinhalten oft Badestopps in der Cala Figuera oder am Formentor-Strand. Ein direkter Zugang zum Leuchtturm ist per Boot nicht möglich.
Was ist der Mirador des Colomer und wie kommt man dorthin? +
Der Mirador des Colomer ist der bekannteste Aussichtspunkt auf der Halbinsel Formentor, etwa fünf Kilometer ab Port de Pollença auf der Ma-2210. Von dort aus blickt man auf den Islot Colomer, einen 170 Meter hohen Felsturm im Meer, flankiert von senkrechten Klippen. Der Aussichtspunkt liegt auf rund 232 Metern Höhe und ist mit dem Auto, dem Shuttle-Bus oder dem Fahrrad erreichbar. Ein gesicherter Weg führt bis an die Kliffkante.
Gibt es am Cap Formentor Restaurants oder Cafés? +
Die Versorgung am Kap selbst ist begrenzt. Am Leuchtturm gibt es eine kleine Bar mit Kaffee, Getränken und einfachen Snacks. Am Formentor-Strand befinden sich Strandbars mit einem etwas breiteren Angebot. Wer eine richtige Mahlzeit möchte, sollte diese in Port de Pollença einnehmen, das über eine gute Auswahl an Restaurants entlang der Uferpromenade verfügt.
Kostet der Besuch am Cap Formentor Eintritt? +
Nein, der Eintritt ist kostenlos. Weder für den Leuchtturm noch für die Aussichtspunkte wird eine Gebühr erhoben. Kosten entstehen lediglich durch Parken am Strand, den Shuttle-Bus im Sommer oder eventuelle Bootstouren. Wer mit dem eigenen Fahrzeug außerhalb der Sperrzeit anreist und früh genug kommt, um kostenlos zu parken, hat den Ausflug nahezu zum Nulltarif.