mallorcabook.com
Norden

Alcúdia

Alcúdia vereint Geschichte und Strandurlaub: eine vollständig erhaltene mittelalterliche Stadtmauer, römische Ausgrabungen und – wenige Kilometer entfernt – der kilometerlange Sandstrand der Bucht von Alcúdia. Eines der beliebtesten Familienziele im Norden.

Die Altstadt & ihre Mauer

Die begehbare Stadtmauer umschließt eine sehenswerte Altstadt mit Kopfsteingassen, dem Wochenmarkt und der römischen Ausgrabungsstätte Pollentia direkt vor den Toren.

Strand & Hafen

Der weite, flach abfallende Sandstrand der Platja d'Alcúdia ist ideal für Familien. Am Hafen starten Bootsausflüge und es gibt frischen Fisch in den Restaurants.

💡 Insider-Tipp

Der Dienstags- und Sonntagsmarkt in der Altstadt ist einer der größten der Insel – früh kommen, dann ist es noch angenehm.

Lage und Überblick: Alcúdia im Norden Mallorcas

Alcúdia liegt an der Nordostküste Mallorcas, eingebettet zwischen zwei Buchten: der Badia d'Alcúdia im Osten und der Badia de Pollença im Westen. Die Gemeinde umfasst mehrere Teilorte – die historische Altstadt, den Hafenort Port d'Alcúdia etwa drei Kilometer entfernt sowie verschiedene Strandabschnitte, die sich bis nach Muro erstrecken. Von Palma aus sind es rund 55 Kilometer auf der Autobahn MA-13 Richtung Inca und weiter nach Alcúdia, was einer Fahrzeit von etwa 50 bis 60 Minuten entspricht.

Die Altstadt liegt leicht erhöht im Landesinneren – kein Zufall, sondern eine bewusste Entscheidung der mittelalterlichen Stadtplaner, die die Siedlung vor Piratenüberfällen vom Meer aus schützen wollten. Dieser strategische Weitblick hat Alcúdia bis heute ein unverwechselbares Gesicht gegeben: Während viele Küstenorte Mallorcas ihr historisches Erbe verloren haben, ist die Altstadt von Alcúdia nahezu unberührt erhalten geblieben.

Alcúdia, Port d'Alcúdia und Platja d'Alcúdia – was ist was?

Viele Reisende verwechseln die verschiedenen Ortsnamen. Zur Orientierung: Alcúdia bezeichnet die historische Altstadt mit Stadtmauer und Ausgrabungsstätten. Port d'Alcúdia ist der Hafenort, etwa drei Kilometer südöstlich, mit Marina, Restaurants, Bars und Abendunterhaltung. Die Platja d'Alcúdia ist der Strandabschnitt, der sich von Port d'Alcúdia aus südwärts in Richtung Platja de Muro erstreckt. Alle drei Bereiche gehören zur Gemeinde Alcúdia und sind per Fahrrad, Bus oder Auto bequem miteinander verbunden.

  • Altstadt Alcúdia: Geschichte, Stadtmauer, Märkte, Restaurants in alten Gemäuern
  • Port d'Alcúdia: Hafen, Marina, Fähre nach Menorca, Abendleben, Wassersport
  • Platja d'Alcúdia / Platja de Muro: Kilometerlanger Familienstrand mit Promenade
  • Halbinsel Victòria: Natur, Wanderwege, versteckte Buchten, Talaia d'Alcúdia
  • Naturpark S'Albufera: Feuchtgebiet, Vogelbeobachtung, Radtouren

Geschichte: Von der Römerstadt Pollentia zur mittelalterlichen Festung

Die Geschichte Alcúdias reicht weit vor das Mittelalter zurück. Im Jahr 123 v. Chr. gründeten die Römer unter dem Konsul Quintus Caecilius Metellus die Stadt Pollentia – auf einem Hügel nahe der heutigen Altstadt. Pollentia entwickelte sich zur bedeutendsten Stadt der Balearen in der Römerzeit, mit Forum, Theater, Wohnvierteln und allem, was eine florierende römische Kolonie ausmachte. Das erhaltene Theater stammt aus dem ersten Jahrhundert nach Christus und gilt als eines der besterhaltenen auf den Balearischen Inseln.

Nach dem Niedergang des Römischen Reiches, der arabischen Herrschaft und der Reconquista durch König Jaume I. von Aragón im Jahr 1229 wurde die heutige Altstadt gegründet. Die Stadtmauer, die Alcúdia bis heute umgibt, wurde im 14. und 15. Jahrhundert errichtet und ist in ihrem Verlauf nahezu vollständig erhalten – ein Umstand, der Alcúdia zu einem der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtbilder Mallorcas macht. Zwei der alten Stadttore, das Portal de Mallorca und das Portal de Xara, sind noch original erhalten.

Die Römerstadt Pollentia – ein Muss für Geschichtsinteressierte

Die Ausgrabungsstätte Pollentia befindet sich direkt am Rand der Altstadt, gut zu Fuß erreichbar. Besucher können das Forum, Reste von Wohnhäusern und das kleine Theater besichtigen. Das zugehörige Museu Monogràfic de Pollentia in der Altstadt zeigt Fundstücke aus den Ausgrabungen – Münzen, Keramik, Schmuck und Alltagsgegenstände, die ein lebendiges Bild der römischen Besiedlung zeichnen. Der Eintritt ist moderat; es empfiehlt sich, beide Stätten kombiniert zu besuchen.

Parròquia de Sant Jaume – Kirche mit langer Geschichte

Mitten in der Altstadt erhebt sich die Pfarrkirche Sant Jaume. Ihr Bau begann bereits 1302, doch das heutige neugotische Erscheinungsbild stammt aus dem Jahr 1893. Die Kirche ist ein zentraler Treffpunkt des Ortslebens und architektonisch sehenswert – besonders das Rosettenfenster und der Glockenturm fallen ins Auge. Wer die Altstadt erkundet, kommt an Sant Jaume kaum vorbei.

Die Stadtmauer und die Altstadt erkunden

Die Stadtmauer von Alcúdia ist das prägnanteste Wahrzeichen des Ortes. Sie lässt sich auf einem Mauerweg teilweise abschreiten und bietet dabei Ausblicke über die Ziegeldächer der Altstadt sowie – an klaren Tagen – bis zum Meer. Die Mauer ist in weiten Teilen begehbar und kostenlos zugänglich; besonders der Abschnitt nahe dem Portal de Mallorca ist gut erhalten und fotogen.

Innerhalb der Mauern lohnt sich ein ausgedehnter Spaziergang durch die engen Gassen. Neben der Kirche Sant Jaume finden sich mehrere Renaissancepaläste aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, kleine Kunstgalerien, Cafés und Restaurants in historischen Gebäuden. Die Atmosphäre ist besonders in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag am stimmungsvollsten – wenn die Tagestouristen noch nicht oder nicht mehr da sind.

Der Wochen­markt – einer der schönsten der Insel

Jeden Dienstag und Sonntag verwandelt sich die Altstadt in einen der größten und belebtesten Märkte Mallorcas. Angeboten werden frisches Obst und Gemüse, lokale Käsesorten, Oliven, Gewürze, Handwerk, Kleidung und Souvenirs. Der Markt zieht viele Einheimische aus der Region an – ein gutes Zeichen für Authentizität. Wer früh kommt, erlebt die beste Atmosphäre und vermeidet die Hauptbesucherwelle gegen Mittag. Für Frühaufsteher lohnt sich ein Frühstück mit frischer Ensaïmada an einem der Marktstände.

Sa Bassa Blanca – ein ungewöhnliches Kunstmuseum

Etwas außerhalb der Altstadt, nahe der Küste, liegt das Museum Sa Bassa Blanca der Fundació Yannick i Ben Jacober. Das Gebäude selbst ist ein Kunstwerk: Der ägyptische Architekt Hassan Fathy entwarf es in maurischer Tradition, mit weißen Kuppeln, Innenhöfen und einer Atmosphäre, die an Nordafrika erinnert. Die Sammlung umfasst rund 150 Kinderporträts aus verschiedenen Epochen und Kulturen sowie einen beeindruckenden Skulpturengarten. Das Museum wurde 1993 eröffnet und ist bis heute eine der eigenwilligsten Kulturstätten der Insel.

Strände: Platja d'Alcúdia und mehr

Der Strand von Alcúdia gehört zu den beeindruckendsten der gesamten Balearen. Die Platja d'Alcúdia erstreckt sich von Port d'Alcúdia aus südwärts und geht nahtlos in die Platja de Muro über – zusammen ergibt das einen ununterbrochenen Sandstreifen von etwa zehn bis vierzehn Kilometern Länge. Der Sand ist fein und hell, das Wasser flacht langsam ab, was den Strand besonders für Familien mit kleinen Kindern ideal macht.

Die Strandpromenade ist gut ausgebaut, mit zahlreichen Bars, Restaurants, Sonnenschirmverleih und Wassersportanlagen. Hinter dem Strand erstreckt sich ein Kiefernwald, der natürlichen Schatten spendet. Im Hochsommer kann es an den zentralen Abschnitten voll werden; wer mehr Ruhe sucht, geht einfach ein Stück weiter in Richtung Muro, wo die Strände deutlich ruhiger sind.

Platja des Coll Baix – die versteckte Perle

Wer bereit ist, etwa 30 Minuten durch einen schattigen Kiefernwald zu wandern, wird mit einem der schönsten und ruhigsten Strände Nordmallorcas belohnt: der Platja des Coll Baix auf der Halbinsel Victòria. Der Ausgangspunkt liegt am Ende des Camí de s'Alou, erreichbar über die Straße Cap des Pinar. Der Strand ist nur zu Fuß oder per Boot erreichbar, was ihn vor Massentourismus schützt. Türkisfarbenes Wasser, weißer Sand und Pinienwälder drumherum – dieser Strand ist für viele das Highlight ihres Alcúdia-Aufenthalts.

Leuchtturm-Insel Alcanada

Vor der Küste von Port d'Alcúdia liegt die kleine Insel Alcanada mit ihrem charakteristischen Leuchtturm. Per Kajak oder Schlauchboot ist sie erreichbar; wer kein eigenes Wasserfahrzeug hat, kann Bootstouren ab dem Hafen buchen. Die Insel ist unbewohnt und bietet ruhige Schnorchelmöglichkeiten in klarem Wasser.

StrandLänge / CharakterBesonderheitIdeal für
Platja d'Alcúdiaca. 5-7 km, feiner Sand, flachPromenade, Wassersport, SpielplätzeFamilien, Aktivurlauber
Platja de Muroca. 5-7 km, ruhigerDünen, Naturpark-Nähe, weniger BetriebRuhesuchende, Naturliebhaber
Platja des Coll Baixca. 200 m, abgelegenNur zu Fuß erreichbar, Wildnis-FeelingWanderer, Abenteurer
Alcanada (Insel)kleiner FelsstrandLeuchtturm, SchnorchelnTagesausflug per Boot/Kajak

Aktivitäten und Ausflüge rund um Alcúdia

Alcúdia ist nicht nur ein Ort zum Entspannen – die Vielfalt an Aktivitäten ist beachtlich. Ob Wassersport, Wandern, Radfahren, Reiten oder Kulturausflüge: Wer möchte, kann jeden Tag etwas Neues erleben, ohne den Ort wechseln zu müssen.

Wassersport in der Bucht von Alcúdia

Die breite, flache Bucht von Alcúdia ist ein ideales Revier für Wassersport. Segelschulen, Windsurfing-Anbieter, Wasserski-Stationen, Kajak- und SUP-Verleihe sowie Tauchschulen finden sich entlang der Strandpromenade. Besonders beliebt ist Coasteering – eine Kombination aus Klettern, Schwimmen und Abseilen an den Felsen der Halbinsel Victòria. Für Familien gibt es außerdem den Hidropark, den einzigen Wasserpark im Norden Mallorcas, der in der Regel von Mai bis Oktober geöffnet ist. Der Eintritt liegt online gebucht üblicherweise unter 20 Euro.

Wandern auf der Halbinsel Victòria

Die Halbinsel Victòria nördlich von Alcúdia ist ein Wanderparadies. Der bekannteste Gipfel ist die Talaia d'Alcúdia mit 446 Metern Höhe. Oben steht ein Wachturm aus dem 16. Jahrhundert, von dem aus sich an klaren Tagen sogar Menorca sehen lässt. Ausgangspunkt für die Rundwanderung ist die Ermita de la Victòria, eine kleine Wallfahrtskapelle, die selbst schon einen Ausflug wert ist. Die Route ist gut markiert und in etwa zwei bis drei Stunden zu bewältigen.

Naturpark S'Albufera – Vogelparadies im Norden

Der Parc Natural de S'Albufera liegt zwischen Alcúdia und Can Picafort und ist das größte Feuchtgebiet der Balearen mit über 1.600 Hektar Ausdehnung. Der Name stammt aus dem Arabischen und bedeutet so viel wie Lagune. Das Schutzgebiet beherbergt über 300 Vogelarten und ist ein Hotspot für Ornithologen aus ganz Europa. Gut ausgeschilderte Wege und Aussichtsplattformen machen den Park auch für Nicht-Experten zugänglich. Fahrräder sind erlaubt und besonders empfehlenswert, um die weitläufigen Schilfflächen, Kanäle und Lagunen zu erkunden. Der Eintritt ist kostenlos; ein Besucherzentrum am Eingang informiert über die Tierwelt.

Golf, Reiten und weitere Freizeitangebote

Golfbegeisterte finden mit dem Club de Golf Alcanada eine der renommiertesten Anlagen Europas. Der 18-Loch-Platz wurde 2003 eröffnet, vom amerikanischen Architekten Robert Trent Jones Jr. entworfen und liegt spektakulär an der Küste mit Blick über die Bucht und auf die Insel Alcanada. Die Anlage gehört der Porsche-Familie und hat in europäischen Golf-Rankings regelmäßig Spitzenpositionen inne. Für Reiter gibt es Angebote rund um den Puig de Sant Martí. Bootstouren ab Can Picafort ermöglichen Delfin-Beobachtungen in der Bucht.

Höhlenwanderung zur Cova des Tancada

Wer etwas Abenteuer sucht, kann die Cova des Tancada auf der Halbinsel Victòria erkunden – eine Höhle, die über einen Wanderweg erreichbar ist. Eine Taschenlampe ist unbedingt mitzunehmen. Die Kombination aus Wanderung und Höhlenerkundung ist besonders bei Jugendlichen und abenteuerlustigen Erwachsenen beliebt.

  • Wassersport: Segeln, Windsurfen, Tauchen, Kajak, SUP, Jetski, Wasserski
  • Coasteering an den Klippen der Halbinsel Victòria
  • Wanderung zur Talaia d'Alcúdia (446 m) ab Ermita de la Victòria
  • Radtouren durch den Naturpark S'Albufera
  • Bootstour mit Delfin-Beobachtung ab Can Picafort
  • Golf auf dem Club de Golf Alcanada (18 Loch, Weltklasse-Anlage)
  • Reiten rund um den Puig de Sant Martí
  • Hidropark (Wasserpark, Mai bis Oktober, ideal für Familien)
  • Fähre nach Menorca ab Port d'Alcúdia
  • Höhlenerkundung Cova des Tancada

Essen und Trinken: Kulinarik in Alcúdia

Die Gastronomie in Alcúdia spiegelt die mediterrane und katalanisch geprägte Küche Mallorcas wider. In der Altstadt finden sich Restaurants in historischen Gebäuden, oft mit Innenhöfen oder Terrassen, die besonders abends eine angenehme Atmosphäre bieten. In Port d'Alcúdia ist das Angebot breiter und internationaler, mit Fischrestaurants direkt am Hafen.

Typische Gerichte und lokale Spezialitäten

Wer die regionale Küche kennenlernen möchte, sollte unbedingt die Langosta a la parrilla probieren – gegrillte Languste, traditionell mit Aioli serviert, ein Klassiker in den Fischrestaurants rund um den Hafen. Zum Frühstück gehört die Ensaïmada, das mallorquinische Hefegebäck, das auf dem Wochenmarkt frisch angeboten wird. Weitere typische Gerichte sind Pa amb oli (Brot mit Olivenöl und Tomaten), Frit mallorquí (gebratenes Innereien- und Gemüsegericht) sowie frischer Fisch und Meeresfrüchte.

Wo essen in Alcúdia?

Die Altstadt bietet eine konzentrierte Auswahl an Restaurants, die sich an Qualität und Atmosphäre orientieren. Viele Lokale haben Terrassen auf den gepflasterten Plätzen – ideal für ein entspanntes Abendessen. In Port d'Alcúdia locken die Hafenrestaurants mit frischem Fisch und Meeresfrüchten; die Qualität schwankt, aber am Hafen selbst sind die Adressen in der Regel zuverlässig. Wer günstig und authentisch essen möchte, hält Ausschau nach den Menüs des Tages, die in vielen Restaurants mittags für etwa 10 bis 15 Euro angeboten werden.

Auf dem Dienstags- und Sonntagsmarkt lässt sich ein hervorragendes Frühstück aus lokalen Produkten zusammenstellen: frische Früchte, Käse, Oliven, Mandeln und natürlich die unvermeidliche Ensaïmada. Für Selbstversorger gibt es außerdem einen gut sortierten Supermarkt in der Nähe der Altstadt.

Beste Reisezeit für Alcúdia

Alcúdia ist grundsätzlich das ganze Jahr über besuchenswert, doch die optimale Reisezeit hängt davon ab, was man sucht. Das Klima ist mediterran mit heißen, trockenen Sommern und milden Wintern. Im Juli und August herrscht Hochsaison: Die Strände sind voll, die Preise hoch, und an den beliebtesten Sehenswürdigkeiten bilden sich Warteschlangen. Wer Strand und Sonne möchte, aber weniger Gedränge, ist in den Monaten Mai, Juni und September am besten aufgehoben.

MonatTemperatur (Luft)WassertemperaturBetriebEmpfehlung
Januar / Februarca. 12-15 °Cca. 14 °Csehr ruhigWandern, Kultur, Natur
März / Aprilca. 15-19 °Cca. 15-17 °Cruhig bis moderatRadfahren, Wandern, Frühling
Mai / Junica. 20-26 °Cca. 18-22 °CmoderatIdeal: Strand + Sehenswürdigkeiten
Juli / Augustca. 28-33 °Cca. 25-27 °CHochsaison, sehr vollStrand, Wassersport – früh aufstehen
September / Oktoberca. 22-27 °Cca. 24-26 °CabnehmendSehr empfehlenswert: warm, ruhiger
November / Dezemberca. 13-17 °Cca. 18-20 °Csehr ruhigKultur, Wandern, günstige Preise

Im Sommer scheint die Sonne bis zu elf Stunden täglich. Für Familien mit schulpflichtigen Kindern ist der Juli und August oft unvermeidlich – wer dann kommt, sollte Unterkünfte und Mietwagen frühzeitig buchen, da die Nachfrage das Angebot deutlich übersteigt. Naturliebhaber und Vogelbeobachter, die den S'Albufera-Park besuchen möchten, sind im Frühling (März bis Mai) am besten dran, wenn die Zugvögel rasten und die Landschaft in voller Blüte steht.

Mai und September sind die Geheimtipps für Alcúdia: Das Meer ist warm, die Strände sind entspannt, und die Altstadt gehört fast einem selbst.

Anreise und Mobilität vor Ort

Der nächstgelegene Flughafen ist der Flughafen Palma de Mallorca (PMI), von dem aus Alcúdia in etwa 50 bis 60 Minuten mit dem Mietwagen erreichbar ist. Die Autobahn MA-13 führt von Palma über Inca direkt nach Alcúdia. Alternativ bietet die Autobahn MA-13A eine schnellere Verbindung. Ein Mietwagen ist empfehlenswert, um die Umgebung flexibel zu erkunden – besonders für Ausflüge zur Halbinsel Victòria, zum S'Albufera-Park oder zu abgelegenen Buchten.

Öffentliche Verkehrsmittel

Vom Busbahnhof in Palma (Estació Intermodal) fahren regelmäßig Busse der Linie 340 nach Alcúdia und Port d'Alcúdia. Die Fahrtzeit beträgt etwa 1 bis 1,5 Stunden. Im Sommer verkehren die Busse häufiger; außerhalb der Saison ist die Taktung reduziert. Innerhalb von Alcúdia und Port d'Alcúdia gibt es lokale Buslinien, die auch die Strandpromenade bedienen. Für Ausflüge nach Pollença oder Can Picafort sind ebenfalls Busverbindungen vorhanden.

Fahrrad und Fähre

Alcúdia ist fahrradfreundlich: Entlang der Strandpromenade und in Richtung S'Albufera gibt es ausgeschilderte Radwege. Fahrräder können in mehreren Verleihstationen in Port d'Alcúdia und an der Strandpromenade gemietet werden. Für Tagesausflüge nach Menorca bietet die Balearia-Fährlinie ab dem Hafen von Port d'Alcúdia eine Verbindung nach Ciutadella – eine beliebte Option für einen Tagesausflug auf die Nachbarinsel.

Parken in Alcúdia

Die Altstadt ist weitgehend autofrei oder für Anwohner reserviert. Parkplätze finden sich am Rand der Altstadt sowie in Port d'Alcúdia. Im Hochsommer kann die Parkplatzsuche an der Strandpromenade zeitaufwendig sein; früh morgens oder nach 18 Uhr ist es deutlich einfacher. Für die Halbinsel Victòria und den Coll-Baix-Strand gibt es einen kleinen Parkplatz am Camí de s'Alou, der im Sommer ebenfalls schnell belegt ist.

Unterkunft in Alcúdia: Wo übernachten?

Das Angebot an Unterkünften in Alcúdia ist vielfältig und reicht von kleinen Pensionen in der Altstadt über Appartementanlagen an der Strandpromenade bis hin zu großen Ferienhotels in Port d'Alcúdia. Die Wahl des Standorts hängt von den Prioritäten ab: Wer Atmosphäre und Geschichte schätzt, ist in der Altstadt gut aufgehoben. Wer Strand und Wassersport in den Vordergrund stellt, wählt besser eine Unterkunft in Port d'Alcúdia oder direkt an der Platja d'Alcúdia.

Altstadt vs. Strandlage – ein Vergleich

LageVorteileNachteileIdeal für
Altstadt AlcúdiaAtmosphäre, Markt, Restaurants, ruhigStrand ca. 3-5 km entfernt, weniger AngebotKulturreisende, Paare, Ruhesuchende
Port d'AlcúdiaHafen, Restaurants, Abendleben, Strand nahMehr Betrieb, lauter im SommerFamilien, Aktivurlauber
Platja d'Alcúdia / MuroDirekt am Strand, PromenadeWenig Altstadt-Flair, touristisch geprägtStrandurlauber, Familien mit Kindern

Im Hochsommer sollten Unterkünfte mindestens drei bis vier Monate im Voraus gebucht werden. Wer in der Nebensaison reist, findet deutlich günstigere Preise und mehr Auswahl. Viele größere Hotels schließen außerhalb der Saison (November bis März); kleinere Pensionen und Ferienwohnungen in der Altstadt sind ganzjährig geöffnet.

Alcúdia mit Kindern – Familienurlaub im Norden Mallorcas

Alcúdia gilt als eines der familienfreundlichsten Reiseziele im Norden Mallorcas – und das aus gutem Grund. Der flache, weitläufige Strand mit seinem ruhigen Wasser ist ideal für kleine Kinder. Entlang der Promenade gibt es Spielplätze, Fahrradverleih und zahlreiche Möglichkeiten für Familienaktivitäten.

Der Hidropark in Port d'Alcúdia ist der einzige Wasserpark im Norden der Insel und ein verlässlicher Regenprogramm-Kandidat sowie Highlight für Kinder jeden Alters. Die Ausgrabungsstätte Pollentia lässt sich mit Kindern gut erkunden – viele Kinder finden es spannend, durch eine echte Römerstadt zu laufen. Das Museu Monogràfic de Pollentia hat teils interaktive Elemente, die das Thema anschaulich machen.

  • Flacher Sandstrand mit langsamem Wasseranstieg – ideal für Kleinkinder
  • Hidropark (Wasserpark) in Port d'Alcúdia – geöffnet Mai bis Oktober
  • Römerstadt Pollentia – Geschichte zum Anfassen
  • Bootstouren mit Delfin-Beobachtung ab Can Picafort
  • Radtouren durch den Naturpark S'Albufera
  • Wanderung zur Talaia d'Alcúdia (für ältere Kinder und Jugendliche)
  • Reiten rund um den Puig de Sant Martí
  • Marktbesuch dienstags und sonntags mit frischen Früchten und Süßigkeiten

Praktische Reisetipps für Alcúdia

Ein paar praktische Hinweise helfen dabei, den Aufenthalt in Alcúdia reibungslos zu gestalten und typische Fehler zu vermeiden.

Häufige Fehler und wie man sie vermeidet

  1. Zu spät am Markt ankommen: Der Dienstags- und Sonntagsmarkt ist einer der größten der Insel. Wer gegen 11 Uhr kommt, kämpft gegen Menschenmassen. Besser: kurz nach 9 Uhr starten.
  2. Coll Baix ohne Wasser angehen: Der Wanderweg zur versteckten Bucht ist kurz, aber im Sommer heiß. Ausreichend Wasser und festes Schuhwerk mitnehmen.
  3. Parkplatz an der Halbinsel Victòria unterschätzen: Im Sommer ist der Parkplatz am Camí de s'Alou früh voll. Entweder sehr früh starten oder mit dem Fahrrad kommen.
  4. Unterkunft zu spät buchen: Im Juli und August ist die Nachfrage enorm. Wer spontan reist, zahlt deutlich mehr oder findet kaum etwas.
  5. Altstadt und Strand als getrennte Welten sehen: Beide Bereiche lassen sich gut kombinieren – Morgen in der Altstadt, Nachmittag am Strand, Abend wieder in der Altstadt zum Essen.
  6. S'Albufera ohne Fernglas besuchen: Wer Vögel beobachten möchte, sollte ein Fernglas mitbringen. Die Tiere halten genug Abstand zu den Wegen.

Allgemeine Hinweise

  • Währung: Euro; Karten werden fast überall akzeptiert, auf dem Markt ist Bargeld praktisch
  • Sprache: Katalanisch und Spanisch; in touristischen Bereichen wird Deutsch und Englisch gesprochen
  • Sonnenschutz: Im Sommer ist die UV-Strahlung hoch – Sonnencreme, Kopfbedeckung und Wasser sind Pflicht
  • Apotheken: In Alcúdia und Port d'Alcúdia vorhanden; für Notfälle gibt es ein Gesundheitszentrum in Alcúdia
  • Fähre nach Menorca: Tickets für die Balearia-Fähre ab Port d'Alcúdia online im Voraus buchen, besonders im Sommer
  • Naturpark S'Albufera: Eintritt kostenlos, Besucherzentrum informiert über aktuelle Beobachtungsmöglichkeiten

Häufige Fragen

Wie weit ist Alcúdia von Palma entfernt? +

Alcúdia liegt etwa 55 Kilometer nordöstlich von Palma de Mallorca. Mit dem Mietwagen über die Autobahn MA-13 dauert die Fahrt in der Regel 50 bis 60 Minuten, je nach Verkehr. Mit dem öffentlichen Bus ab der Estació Intermodal in Palma (Linie 340) beträgt die Reisezeit etwa 1 bis 1,5 Stunden.

Wie lang ist der Strand von Alcúdia? +

Die Platja d'Alcúdia und die angrenzende Platja de Muro bilden zusammen einen ununterbrochenen Sandstreifen von etwa zehn bis vierzehn Kilometern Länge – damit gehört er zu den längsten Stränden der gesamten Balearen. Der Sand ist fein und hell, das Wasser flacht langsam ab, was den Strand besonders für Familien mit kleinen Kindern geeignet macht.

Was sind die Pollentia-Ruinen und lohnt sich ein Besuch? +

Pollentia war eine römische Stadt, die 123 v. Chr. gegründet wurde und in der Römerzeit die bedeutendste Siedlung der Balearen war. Die Ausgrabungsstätte liegt direkt am Rand der Altstadt von Alcúdia und umfasst Forum, Wohnviertel und ein Theater aus dem ersten Jahrhundert. Ein Besuch lohnt sich definitiv, besonders in Kombination mit dem Museu Monogràfic de Pollentia, das die wichtigsten Fundstücke zeigt.

Wann ist die beste Reisezeit für Alcúdia? +

Die besten Monate für Alcúdia sind Mai, Juni und September. Das Wetter ist warm und sonnig, das Meer bereits oder noch angenehm zum Baden, und die Strände sowie Sehenswürdigkeiten sind deutlich ruhiger als im Hochsommer. Juli und August sind die heißesten und vollsten Monate mit bis zu elf Sonnenstunden täglich – ideal für Strandurlaub, aber mit mehr Betrieb und höheren Preisen.

Was ist der Unterschied zwischen Alcúdia und Port d'Alcúdia? +

Alcúdia bezeichnet die historische Altstadt mit mittelalterlicher Stadtmauer, Römerruinen und Wochenmarkt. Port d'Alcúdia ist der Hafenort etwa drei Kilometer entfernt, mit Marina, Restaurants, Bars und dem Ausgangspunkt für die Fähre nach Menorca. Beide Orte gehören zur gleichen Gemeinde und sind per Fahrrad oder Bus bequem verbunden. Die Platja d'Alcúdia ist der Strandabschnitt zwischen beiden Orten.

Ist Alcúdia für Familien mit Kindern geeignet? +

Alcúdia gilt als eines der familienfreundlichsten Reiseziele im Norden Mallorcas. Der flache, weitläufige Sandstrand ist ideal für kleine Kinder. Dazu kommen der Hidropark (Wasserpark in Port d'Alcúdia, Mai bis Oktober), Bootstouren, Radwege, die Römerruinen Pollentia und Wanderungen auf der Halbinsel Victòria. Das Angebot deckt alle Altersgruppen ab.

Wann findet der Markt in Alcúdia statt? +

Der Wochenmarkt in Alcúdia findet jeden Dienstag und Sonntag in der Altstadt statt. Er gehört zu den größten und beliebtesten Märkten der Insel mit einem breiten Angebot an frischen Lebensmitteln, lokalen Produkten, Handwerk und Souvenirs. Empfehlenswert ist ein früher Besuch kurz nach 9 Uhr, um die Hauptbesucherwelle zu vermeiden und die beste Atmosphäre zu erleben.

Wie kommt man zur Platja des Coll Baix? +

Die Platja des Coll Baix ist eine abgelegene Bucht auf der Halbinsel Victòria, die nur zu Fuß oder per Boot erreichbar ist. Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Ende des Camí de s'Alou, erreichbar über die Straße Cap des Pinar nördlich von Alcúdia. Von dort führt ein Waldweg in etwa 25 bis 35 Minuten zur Bucht. Im Sommer ist der Parkplatz früh belegt; festes Schuhwerk und ausreichend Wasser sind empfehlenswert.

Lage von Alcúdia

Sehenswürdigkeiten in Alcúdia

Stadtmauer von Alcúdia

Begehbare mittelalterliche Befestigung.

Pollentia

Römische Ausgrabungsstätte.

Naturpark s'Albufera

Vogelreiches Feuchtgebiet.

Strände bei Alcúdia

Alle Strände →

🏖️ Platja d'Alcúdia

Langer, flacher Sandstrand.

🏖️ Platja de Muro

Anschließender feiner Sandstrand.

Essen in Alcúdia

Mehr Restaurants →

Hafenrestaurants

Fisch

Frischer Fang am Port d'Alcúdia.

Altstadt-Tapas

Tapas / Mallorquinisch

Lokale in den Gassen.

Aktivitäten in Alcúdia

Alle Aktivitäten →

Stadtmauer-Rundgang

Historische Altstadt erkunden.

Bootsausflug

Touren ab dem Hafen.

Vögel beobachten

Im Naturpark s'Albufera.

Urlaub in Alcúdia buchen

Mallorca Pauschalreise vergleichen

Wähle deinen Reisezeitraum und klicke auf „Angebote für Mallorca anzeigen“ – dann erscheint hier der CHECK24-Preisvergleich.

Weitere Orte auf Mallorca

Pollença Port de Pollença Can Picafort Palma de Mallorca Playa de Palma Santa Ponsa Alle Orte →